Intel Aktie: Veränderungen voraus

USA entziehen Intel und weiteren Chipkonzernen wichtige Exportlizenzen für chinesische Werke. Die Maßnahme verschärft den Technologiekonflikt trotz milliardenschwerer US-Förderung für Intel.

Intel Aktie
Kurz & knapp:
  • USA entziehen Sonderstatus für chinesische Chipfabriken
  • Intel verliert wichtige Exportgenehmigungen für China
  • US-Regierung verfolgt Doppelstrategie bei Halbleiterindustrie
  • Auswirkungen auf Intels operative Leistung noch unklar

Die US-Regierung dreht die Daumenschrauben weiter zu: Das Handelsministerium hat Intel und anderen Chipriesen wichtige Sondergenehmigungen für ihre chinesischen Werke entzogen. Während Washington gleichzeitig Milliarden in Intels heimische Produktion pumpt, wird der Tech-Gigant nun zum Spielball im eskalierenden Chip-Krieg zwischen den Supermächten.

Aus für Sonderstatus in China

Das Ende kam ohne Vorwarnung: Intel Semiconductor (Dalian) sowie Werke von Samsung und SK Hynix verlieren ihren „Validated End-User“-Status. Diese Sondergenehmigung erlaubte es den Unternehmen bisher, US-Chipfertigungsanlagen in ihre chinesischen Fabriken zu importieren – ohne für jede Sendung eine Einzelgenehmigung beantragen zu müssen.

Nach einer 120-tägigen Übergangsfrist ist damit Schluss. Künftig muss jeder Import einzeln genehmigt werden. Das Pikante: Das Handelsministerium machte bereits klar, dass es keine Lizenzen erteilen will, die eine Kapazitätserweiterung oder technische Aufrüstung der Standorte ermöglichen würden.

Washingtons Doppelstrategie wird sichtbar

Die Timing ist kein Zufall. Nur wenige Tage zuvor hatte dieselbe US-Regierung Intel mit 11,1 Milliarden Dollar aus dem CHIPS Act unterstützt und sich dabei fast zehn Prozent an dem Konzern gesichert.

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Diese zwei scheinbar gegensätzlichen Schritte enthüllen Washingtons klare Doppelstrategie: massive Investitionen in die heimische Chipproduktion bei gleichzeitiger Abschottung gegenüber China. Für Intel bedeutet das einen Spagat zwischen lukrativen chinesischen Geschäften und dem Wohlwollen der eigenen Regierung.

Marktreaktion steht noch aus

Obwohl Intel seine Dalian-Sparte bereits verkauft hat, wurde das Unternehmen dennoch in der behördlichen Verfügung genannt. Wie stark sich die verschärften Regelungen auf die operative Leistung auswirken werden, bleibt abzuwarten.

Nach dem Handelsschluss am Freitag werden Anleger am Montag genau beobachten, wie der Markt auf diese geopolitischen Turbulenzen reagiert.

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