Intershop Communications setzt auf künstliche Intelligenz. Das Softwarehaus aus Jena positioniert sich als Vorreiter für sogenannten Agentic Commerce im Mittelstand. Mit dem „Spring Release 2026″ bringt der Konzern KI-Agenten und Copiloten auf seine B2B-Plattform.
Die Botschaft an den Markt: Unternehmen sollen ihre Geschäftsprozesse automatisieren und Kosten senken können. Obendrein will Intershop damit seine Führungsrolle im digitalen Großhandel festigen. Kein Wunder – der B2B-E-Commerce-Markt wandelt sich rasant.
Die Aktie reagiert positiv. Am Montag steigt das Papier um gut sieben Prozent auf 1,14 Euro. Der Kurs klettert damit über den 50-Tage-Durchschnitt von 1,06 Euro. Noch liegt das Niveau aber 36 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.
Gemischtes Signal aus dem ersten Quartal
Die Zahlen für Q1 2026 sind durchwachsen. Der Gesamtumsatz sank im Vergleich zum Vorjahr. Strategisch wichtiger ist das Cloud-Geschäft: Es wuchs um drei Prozent auf 5,3 Millionen Euro. Der Auftragseingang in diesem Segment legte sogar um acht Prozent zu.
Das operative Ergebnis (EBIT) fiel mit 0,1 Millionen Euro knapp positiv aus. Möglich machten das laufende Kostensenkungen. Der operative Cashflow lag bei 2,9 Millionen Euro – ein starkes Signal für die Finanzkraft.
Das Management spricht von einer Stabilisierung. Das Cloud-Segment trägt die Entwicklung. Dorthin fließen die Investitionen in KI-Funktionen.
Agentic Commerce als Wachstumshebel
Der Trend im B2B-Handel geht zur intelligenten Automatisierung. Unternehmen wollen komplexe Prozesse digital abbilden – personalisiert und effizient. Intershop adressiert diesen Bedarf mit dem Fokus auf Agentic Commerce.
Die nächste Bewährungsprobe folgt im Juli. Dann legt Intershop die Halbjahreszahlen vor und zeigt, ob die KI-Strategie bereits Früchte trägt.
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