IonQ plant den Aufbau einer heimischen Lieferkette für Quantencomputer. Die US-Wettbewerbshüter treten nun auf die Bremse. Mit einem sogenannten „Second Request“ verlängert die Federal Trade Commission (FTC) die kartellrechtliche Prüfung der geplanten SkyWater-Übernahme. Diese regulatorische Hürde trifft das Unternehmen in einer ohnehin sensiblen Phase kurz vor den Quartalszahlen.
Zeitplan wackelt, Strategie bleibt
Die Behörde fordert von beiden Unternehmen zusätzliche Dokumente an. Das signalisiert eine tiefergehende Untersuchung möglicher Wettbewerbsrisiken. Entsprechend verlängert sich die Wartefrist nach dem Hart-Scott-Rodino-Gesetz um weitere 30 Tage, sobald alle Informationen vorliegen. IonQ und SkyWater halten offiziell an ihrem Ziel fest, den im Januar vereinbarten Zusammenschluss im zweiten oder dritten Quartal 2026 abzuschließen.
Der Zukauf soll IonQs Kontrolle über die Hardware-Fertigung vertiefen. CEO Peter Chapman will sich damit eine skalierbare, rein amerikanische Produktionskette sichern. Marktbeobachter werten den Deal als strategisch sinnvoll. Der verlängerte Prüfprozess entzieht dem Management nun allerdings die direkte Kontrolle über das Tempo der Transaktion.
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Hohe Erwartungen vor den Quartalszahlen
Abseits der Übernahme rückt das operative Geschäft in den Mittelpunkt. Am 6. Mai präsentiert IonQ die Ergebnisse für das erste Quartal. Nach einem starken Vorjahr mit 130 Millionen US-Dollar Umsatz liegt die Messlatte hoch. Das Management peilt für das Auftaktquartal Erlöse von rund 50 Millionen US-Dollar an.
Ein komfortables Polster bietet die Liquidität. Zum Jahresende wies die Bilanz Barmittel und Investitionen in Milliardenhöhe aus. Dem stehen wachsende Verluste gegenüber. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit einem bereinigten EBITDA-Verlust von bis zu 330 Millionen US-Dollar. Auch der operative Mittelabfluss dürfte sich nach 283 Millionen US-Dollar im Vorjahr weiter ausweiten.
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Leerverkäufer halten dagegen
An der Börse spiegelt sich diese Gemengelage in enormer Volatilität wider. Nach einem Kursplus von rund 80 Prozent auf Monatssicht schloss das Papier am Donnerstag bei 45,14 US-Dollar. Indes wetten viele Akteure weiterhin auf fallende Kurse. Mitte April waren noch 23 Prozent der frei handelbaren Aktien leerverkauft.
Am kommenden Berichtstag stehen die operativen Fakten im Vordergrund. Ein Quartalsumsatz am oberen Ende der Zielspanne würde die fundamentale Wachstumsstory stützen. Parallel dazu fordert der Markt einen konkreten Fahrplan, wie das Management die kartellrechtlichen Bedenken der FTC ausräumen will, um den SkyWater-Deal fristgerecht abzuschließen.
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