IperionX hat einen durchwachsenen Start ins Wochenende hingelegt. Der Kurs des Titan-Entwicklers fiel an der deutschen Börse um 4,68 Prozent auf 3,16 Euro. Der RSI von 14,6 signalisiert eine deutliche Überverkaufssituation – dennoch bleibt der Titel seit Jahresbeginn mit knapp 77 Prozent im Plus.

Der Rücksetzer folgt auf eine über Monate anhaltende Rallye. Analysten führen den Einbruch auf Gewinnmitnahmen und eine Abkühlung im Sektor der strategischen Rohstoffe zurück.

Zwischen Fortschritt und Bewertungsdruck

Dabei lief es operativ zuletzt rund. Anfang Mai stellte IperionX seine Titan-Produktion im Werk Virginia auf 24/7-Betrieb um. Ziel ist der Nachweis, dass die patentierte Technologie zur Herstellung von emissionsarmem Titanpulver aus Schrott kommerziell skalierbar ist. Die US-Regierung unterstützt das Vorhaben mit rund 47 Millionen Dollar aus dem IBAS-Programm. Zusätzlich sicherte sich das Unternehmen 290 Tonnen Titanschrott – kostenlos.

Die Kehrseite: Die Aktie ist mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von etwa 10,2 deutlich teurer als vergleichbare Branchenwerte. Der Markt preist hohe Erwartungen an die geplante vertikale Lieferkette in Nordamerika ein. Jeder Rückschlag schmerzt entsprechend.

Was als nächstes zählt

Die Blicke der Anleger richten sich auf Tennessee. Dort liegt das Titan Critical Minerals Project, ein zentraler Baustein der Strategie. Die Machbarkeitsstudie (DFS) für das Projekt ist im zweiten Quartal 2026 fällig. Sie wird darüber entscheiden, ob sich eine der größten Titanlagerstätten der USA wirtschaftlich erschließen lässt.

Parallel arbeitet das Management darauf hin, bis Ende des laufenden Kalenderjahres einen positiven freien Cashflow zu erreichen. Gelingt das, wäre das ein starkes Signal für die Produktionsskalierung.