Im Sog einer Erholung bei Betreibern von KI-Rechenzentren hat die IREN-Aktie am Freitag um 2,5 Prozent auf 37,10 Euro zugelegt. Neben einem allgemein freundlichen Umfeld im Technologiesektor sorgten vor allem Branchennachrichten für Kursfantasie.
Der Wettbewerber Applied Digital vermeldete das Erreichen einer operativen Kapazität von 250 Megawatt auf seinem Campus Polaris Forge 1 nach Fertigstellung der zweiten Bauphase. Diese Entwicklung zog mehrere Titel aus dem Bereich der KI-Infrastruktur mit nach oben.
Großinvestor meldet Millionenbeteiligung
Zusätzliche Aufmerksamkeit zog der Wert in dieser Woche durch eine Pflichtmitteilung auf sich. Demnach legten Citadel Securities GP LLC und verbundene Parteien offen, dass Kenneth Griffin zum Handelsstart am Mittwoch eine wirtschaftliche Beteiligung an 18.687.938 IREN-Aktien hielt.
Dieser Anteil entspricht einer Quote von 4,7 Prozent am Unternehmen. Der Einstieg des prominenten Investors setzt ein deutliches Signal für die Marktwahrnehmung des Rechenzentrum- und Mining-Spezialisten.
Parallel dazu bereitet das Unternehmen gesellschaftsrechtliche Schritte für künftige Kapitalmaßnahmen vor. IREN richtete ein Gesuch um ein sogenanntes No-Action-Schreiben an die Mitarbeiter der US-Börsenaufsicht SEC. Gegenstand des Antrags sind vorläufige Stimmrechtsunterlagen für Aktionärsabstimmungen über selektive Aktienrückkäufe nach australischem Recht, die das Unternehmen auf wiederkehrender Basis genehmigen lassen möchte.
Analyst sieht Gegenwind im Mining-Sektor
Trotz der jüngsten Kursgewinne notiert das Papier mit einem Abschlag von 46 Prozent deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von 68,61 Euro. Dass das Umfeld für Betreiber von Rechenzentren und High-Performance-Computing (HPC) herausfordernd bleibt, spiegeln auch jüngste Expertenstimmen wider.
Am Dienstag senkte Analyst Lucas Pipes von B. Riley Securities das Kursziel für IREN von 96 $ auf 91 $, behielt die Einstufung mit einer Kaufempfehlung jedoch bei. Medienberichten zufolge begründete der Analyst die Anpassung mit einer schwächeren Entwicklung im Segment für digitales Mining sowie bei HPC-Werten. Als wesentliche Belastungsfaktoren führte er regulatorische Unsicherheiten, ein höheres Zinsniveau und eine schleppendere Vermietung an.
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