Bitcoin-Miner, der zum KI-Infrastrukturkonzern wird — das ist die Geschichte von IREN in diesem Quartal. Die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 zeigen, wie weit diese Transformation bereits fortgeschritten ist.
Zwei Welten in einer Bilanz
Der Gesamtumsatz blieb mit 144,8 Millionen Dollar stabil. Darunter verbergen sich jedoch zwei gegenläufige Bewegungen. Bitcoin-Mining-Erlöse fielen um 21 Prozent auf 111,2 Millionen Dollar. Die KI-Cloud-Sparte legte um 839 Prozent auf 33,6 Millionen Dollar zu.
Das Fundament dieses Wachstums ist ein Vertrag mit Microsoft über 9,7 Milliarden Dollar — laufzeit fünf Jahre, Gegenstand dedizierte GPU-Dienste. Hinzu kommt eine separate Vereinbarung mit NVIDIA im Wert von 3,4 Milliarden Dollar. Der vertraglich gesicherte jährlich wiederkehrende Umsatz liegt bereits bei 3,1 Milliarden Dollar. Bis Ende 2026 peilt das Management 3,7 Milliarden Dollar an.
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Verlust durch Abschreibungen auf altes Gerät
Der Nettverlust für das Quartal beträgt 247,8 Millionen Dollar. Im Vorjahresquartal waren es 16,1 Millionen Dollar. Der Sprung klingt dramatisch — ist aber zu einem Großteil buchhalterischer Natur. Nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf Bitcoin-Mining-Hardware belaufen sich auf 140,4 Millionen Dollar. IREN baut diese Geräte ab, um Platz für KI-Infrastruktur zu schaffen.
Das bereinigte EBITDA sank um 28 Prozent auf 59,5 Millionen Dollar. Verwaltungskosten und Abschreibungen stiegen deutlich — beides typische Begleiterscheinungen einer kapitalintensiven Umstrukturierung.
Liquidität für den Ausbau
Die Kasse ist gut gefüllt. Zum 31. März 2026 hielt IREN liquide Mittel von 2,2 Milliarden Dollar, gegenüber 564,5 Millionen Dollar neun Monate zuvor. Bis Ende April stieg dieser Wert auf 2,6 Milliarden Dollar.
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Das Geld fließt in rund 150.000 GPUs, die bereits installiert sind oder bestellt wurden. Ferner integriert IREN die zugekauften Unternehmen Mirantis und Nostrum Group — beide bringen Ingenieure und europäische Rechenzentrumskapazität mit.
Der Ausbau läuft auf Hochtouren. Bis Ende 2026 plant IREN 480 Megawatt KI-Cloud-Kapazität. Für 2027 liegt das Ziel bei 1.210 Megawatt — verteilt auf Standorte in Nordamerika, Europa und der APAC-Region.
Die Aktie spiegelt den Wandel wider. Mit einem Plus von rund 23 Prozent in den vergangenen sieben Tagen und einem Kurs von 51,91 Euro notiert sie weit über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs um mehr als 42 Prozent verteuert. Der Microsoft-Vertrag dürfte dabei als zentrales Argument für viele Käufer gedient haben — er liefert genau die Planbarkeit, die einem reinen Mining-Geschäft strukturell fehlt.
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