Ist das für die Lufthansa der richtige Plan?

Überflieger Deutsche Lufthansa AG
Lufthansa Flugzeug
 

Wie viele andere Sektoren auch sucht die Luftfahrt-Branche zunehmend nach Wegen aus der aktuellen Corona-Krise. Das betrifft auch die Deutsche Lufthansa. Wie eigentlich alle anderen Airlines auch hat die Lufthansa keine Zeit zu verschenken, um wieder in einen halbwegs vernünftigen Betriebsmodus zu kommen. Denn auch mit dem aktuellen Status Quo stehen den Unternehmen in diesem Jahr erhebliche Einbußen bevor.

Hintergründe der Lufthansa-Schwäche

So hatte erst kürzlich der internationale Branchenverband IATA seine Umsatzprognosen für das Gesamtjahr erneut nach unten revidiert. Aktuell rechnet der Verband damit, dass weltweit die Fluggesellschaften mehr als die Hälfte ihrer Einnahmen verlieren werden. Konkret geht es um einen Rückgang um rund 55 % gegenüber den Vorjahreswerten. In Zahlen ausgesprochen wären dies geschätzt rund 314 Milliarden Dollar. Noch vor drei Wochen war IATA von einem Rückgang um 44 % ausgegangen.

Natürlich wird es nicht die eine Antwort darauf geben, wie die Airlines wieder aus der Krise kommen. Auch wenn gerade diese Branche international höchst vernetzt ist, ringen auch die einzelnen Märkte um adäquate Ansatzpunkte. Für die deutsche Luftfahrtbranche liegt jetzt ein erstes Konzept-Papier vor, das insgesamt 20 Punkte an Maßnahmen umfassen soll. Dazu gehören langgezogene Warteschlangen, mehr Passagierbusse, zeitlich gestreckte Prozesse beim Einsteigen und der Gepäcksabfertigung bis hin zur Maskenpflicht vom Boarding bis zum Landen.

Aktie mit Perspektive?

Natürlich bleibt derzeit noch vollkommen unklar, in welchem Umfang diese Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden. Darüber hinaus bedarf es natürlich europäischer und internationaler Abstimmungen. Dennoch:

An der Börse wird auch dies als Signal wahrgenommen, dass es hier auf absehbare Zeit erste Schritte zur Normalisierung geben kann. Die erwarteten Abstürze in den Unternehmenszahlen sollten diesbezüglich längst in den Kursen eingerechnet sein. Jetzt geht es wohl mehr darum, in welchen Zeiträumen wir von einer entsprechenden Normalisierung ausgehen können und damit auch wieder von Einnahmen und Liquiditätssicherung. Schaut man speziell auf die Aktie der Lufthansa, sieht alles danach aus, als wenn die Anleger hier im Bereich von 8,00 Euro einen zunehmend belastbaren Boden für die erwartet schlechten Zahlen in diesem Jahr wie auch für die weiteren Anlauf-Perspektiven sehen.

Fazit der Aktienanalyse

Damit bleibt die Lufthansa eines der spekulativen, aber auch spannendsten und gewinnträchtigsten Investments im Rahmen einer Corona-Turnaround-Strategie.

Viel Erfolg wünscht Ihr Carsten Müller

Carsten Müller
Über Carsten Müller 19 Artikel
Seit mittlerweile fast 30 Jahren ist Carsten Müller als Journalist an den internationalen Finanzmärkten aktiv. Nach beruflichen Stationen wie n-tv Telebörse oder dem Düsseldorfer Bernecker Verlag ist der gebürtige Berliner seit längerem als Herausgeber und Redakteur verschiedener Publikationen tätig, mit denen er seine Leser vor allem bei einem nachhaltigen Vermögensaufbau unterstützen möchte. Sein aktuelles Projekt heißt dabei „Future Money“ und ist ein Newsletter mit einer klaren Ausrichtung auf die Trends und Themen, welche die Kapitalmärkte in den nächsten 20, 30 Jahren bestimmen werden. Sein Investmentansatz ist dabei sehr fundamental geprägt, dennoch kombiniert mit Timing-Faktoren und Markttechnik.

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