ITM Power sichert sich einen prominenten Partner für den Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur. Der britische Elektrolyse-Spezialist kooperiert mit der Deutschen Bahn. Das Ziel: Züge und Busse sollen künftig mit grünem Wasserstoff fahren.

Die neue Vereinbarung läuft über die Tochtergesellschaft DB Systemtechnik. Beide Unternehmen haben eine Absichtserklärung unterzeichnet. Sie wollen den Einsatz von grünem Wasserstoff im Schienenverkehr testen. Das betrifft Lokomotiven, Busse und Lkw-Flotten. Bereits im März 2025 gab es eine erste Zusammenarbeit. Jetzt wird es konkreter.

Der nächste Schritt

Als nächster Schritt steht eine Machbarkeitsstudie an. Diese sogenannte FEED-Studie prüft die technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Dabei geht es um den konkreten Einsatz der ITM-Elektrolyseure an Standorten der Deutschen Bahn.

Für Investoren ist das ein wichtiges Signal. Ein fester Auftrag ist die Absichtserklärung aber noch nicht. Weder Finanzvolumen noch Zeitplan stehen bisher fest.

Massive Kursschwankungen

An der Börse reagieren Marktteilnehmer verhalten positiv. Die Aktie notiert aktuell bei 1,30 Euro und gewinnt gut zwei Prozent. Das ändert wenig am übergeordneten Bild der vergangenen Wochen. Innerhalb eines Monats verlor das Papier rund 42 Prozent an Wert.

Vom Jahreshoch bei 2,58 Euro Ende Mai ist der Kurs weit entfernt. Dennoch liegt die Aktie seit Jahresbeginn fast 80 Prozent im Plus. Das zeigt die extreme Volatilität des Wasserstoff-Sektors. Der Kurs notiert derzeit deutlich unter der 50-Tage-Linie von 1,75 Euro. Die langfristigen Trendlinien halten hingegen noch.

Die Partnerschaft mit der Bahn stärkt die Position von ITM Power im Infrastruktur-Bereich. Der kommerzielle Erfolg hängt nun von der Umsetzung ab. Der Markt wartet auf den planmäßigen Start der Studie und die Auswahl konkreter Standorte. Erst wenn aus der Absichtserklärung verbindliche Bestellungen für Elektrolyse-Systeme werden, fließt echtes Geld.