Rekordprofitabilität im Kerngeschäft und ein massiver Gewinneinbruch – JD.coms Zahlen für das erste Quartal 2026 zeigen zwei Gesichter. Während der Einzelhandel dank Effizienzsteigerungen historische Margen liefert, fressen hohe Investitionen in neue Geschäftsfelder den Gewinn.
Rekordmarge im Kerngeschäft
Der Umsatz stieg um knapp 5 Prozent auf 315,7 Milliarden Yuan (rund 45,8 Milliarden US-Dollar). Treiber waren vor allem Dienstleistungserlöse, die um über 20 Prozent zulegten. Der reine Warenverkauf wuchs dagegen nur moderat.
Die Kernsparte JD Retail lieferte ein Rekordergebnis: Das operative Ergebnis kletterte auf 15,0 Milliarden Yuan, nach 12,8 Milliarden im Vorjahr. Die Marge erreichte mit 5,6 Prozent einen historischen Höchstwert. Das Management führt das auf effizientere Lieferketten, höhere Werbe- und Provisionseinnahmen sowie eine günstigere Produktmischung zurück.
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Expansion drückt den Gewinn
Trotz der starken Zahlen im Kerngeschäft brach der Nettogewinn ein. Den Aktionären zuzurechnen waren 5,1 Milliarden Yuan – ein Rückgang von über 53 Prozent. Bereinigt um Sondereffekte lag der Gewinn bei 7,4 Milliarden Yuan.
Hauptgrund: massiv gestiegene Ausgaben für neue Geschäftsfelder. Vor allem der Markteintritt ins Essensliefergeschäft ließ die Marketingkosten um fast 46 Prozent auf 15,4 Milliarden Yuan schnellen. Hinzu kam eine einmalige Strafzahlung von rund 635 Millionen Yuan.
Logistik und Technologie im Aufwind
Die Logistiktochter wuchs um 29 Prozent, beflügelt durch die Integration des Lieferdienstes. JD Logistics profitierte zudem vom Einsatz künstlicher Intelligenz und Robotik, die operative Kosten senkten. Das bereinigte Betriebsergebnis des Segments stieg deutlich.
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Parallel dazu stockte JD die Forschungsausgaben um knapp 49 Prozent auf 6,9 Milliarden Yuan auf. Der Konzern setzt verstärkt auf Technologie, um seine Lieferkette weiter zu optimieren.
Kapitalrückführung per Aktienrückkauf
JD kaufte im Quartal 44,5 Millionen Aktien für insgesamt 631 Millionen Dollar zurück. Vom aktuellen 5-Milliarden-Programm sind noch 1,4 Milliarden Dollar verfügbar.
Die jährlichen aktiven Kunden erreichten einen neuen Rekord. CEO Sandy Xu wertet dies als Beleg für die Synergien zwischen dem Kerngeschäft und den neuen Angeboten. Die hohen Kosten der Expansion nimmt sie dafür in Kauf.
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