Jamie Dimon hat eine klare Botschaft: Künstliche Intelligenz wird die Belegschaft von JPMorgan Chase grundlegend verändern. Der CEO ließ bei einem Bankengipfel in Shanghai keinen Zweifel daran, wohin die Reise geht — mehr KI-Spezialisten, weniger klassische Banker.
Umbau per Attrition, nicht per Massenentlassung
„Wir werden mehr KI-Fachleute einstellen und in bestimmten Bereichen weniger Banker“, sagte Dimon in einem Bloomberg-Interview. KI werde die Produktivität der verbleibenden Mitarbeiter steigern — langfristig aber auch Jobs kosten. Überraschend offen formuliert für einen CEO einer Bank mit rund 300.000 Beschäftigten.
Den sozialen Sprengstoff hält Dimon allerdings bewusst klein. Die natürliche Fluktuation von rund 10 Prozent jährlich — das entspricht grob 25.000 bis 30.000 Abgängen — verschafft dem Institut Spielraum, den Wandel schrittweise zu gestalten. Statt Entlassungswellen will er auf Umschulungen, interne Versetzungen und Frühverrentungen setzen.
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Zwei Milliarden Dollar jährlich
Kein Wunder, dass Dimon das Thema offensiv kommuniziert: JPMorgan investiert nach eigenen Angaben rund zwei Milliarden Dollar pro Jahr in KI — und das bereits seit gut einem Jahrzehnt. Das ist keine Reaktion auf einen Hype, sondern eine langjährige strategische Wette.
Der Kontext macht die Aussagen noch relevanter. Kurz zuvor hatten HSBC und Standard Chartered angekündigt, tausende Stellen zu streichen, um Technologie einzusetzen. Die europäischen Häuser agieren dabei reaktiver — JPMorgan hingegen präsentiert sich als planvoller Gestalter des Wandels.
Die Aktie reagierte positiv auf das Stimmungsbild aus Shanghai und legte am Mittwoch rund zwei Prozent zu. Konkrete Auswirkungen auf Stellenzahlen oder Kostenziele für 2026 nannte Dimon jedoch nicht — das dürfte ein Thema für den nächsten Investorentag werden.
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