Keel Infrastructure hat nach dem Quartalsbericht spürbar Fahrt im Handel ausgelöst. Die Aktie schwankte zuletzt stark, begleitet von einem ungewöhnlich hohen Volumen von 60,8 Millionen Stück. Das liegt 86 Prozent über dem Dreimonatsdurchschnitt.
Verlust trifft auf Umbau
Operativ bleibt das Bild schwach. Im ersten Quartal 2026 setzte der Konzern 37 Millionen Dollar um, ein Rückgang von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Unter dem Strich stand ein operativer Verlust von 98 Millionen Dollar, darin enthalten sind 28 Millionen Dollar Abschreibungen.
Noch schwerer wiegt der Verlust aus fortgeführten Geschäften von 128 Millionen Dollar oder 0,21 Dollar je Aktie. Das bereinigte EBITDA lag bei minus 17 Millionen Dollar. Für ein Unternehmen, das sich als Infrastruktur- und Rechenzentrumsplattform positioniert, ist das ein teurer Umbau.
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Liquidität bleibt der Puffer
Trotz der roten Zahlen verfügt Keel Infrastructure über einen wichtigen Puffer. Anfang Mai lag die Liquidität bei 533 Millionen Dollar. Parallel dazu verkaufte das Unternehmen zwischen Januar und der ersten Maiwoche 269 Bitcoin und nahm daraus 20 Millionen Dollar ein.
Das zeigt: Die Kasse ist noch gefüllt, auch wenn das operative Geschäft schwach läuft. Der Verkauf von Bitcoin dürfte dabei helfen, Spielraum für den laufenden Umbau zu schaffen.
Fokus auf KI-Infrastruktur
Strategisch rückt das Management klar auf Hochleistungsrechnen und KI-taugliche Standorte um. Geprüft werden derzeit Projekte in Panther Creek, Sharon und Moses Lake. Hinzu kommt eine Netzstudie für eine mögliche Kapazität von 750 Megawatt am Standort Scrubgrass.
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Genau dort liegt die eigentliche Herausforderung. Der Markt für Data-Center- und KI-Infrastruktur lockt mit hoher Nachfrage, verlangt aber enorme Investitionen und belastbare Stromanschlüsse. Auch die schnelle technische Veralterung in hochdichten Rechenumgebungen macht das Geschäft anspruchsvoll.
Markt reagiert nervös, aber nicht panisch
Am 15. Mai schloss die Aktie bei 4,39 Dollar. Analysten sehen das Papier derzeit mehrheitlich positiv, aber ohne Euphorie. Fünf Analysten liegen im Schnitt bei „Moderate Buy“, das Kursziel reicht von 3,00 bis 5,50 Dollar, im Mittel 4,63 Dollar.
Für die Aktie bleibt damit vor allem eines wichtig: ob Keel Infrastructure die geplanten KI- und HPC-Standorte in belastbare Projekte verwandeln kann. Bis dahin dürfte der Titel stark auf Nachrichten zu Netzanschlüssen, Standortfortschritt und Kapitalbedarf reagieren.
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