Während die Bohrgeräte in Saskatchewan anrollen, bricht die Aktie ein. Kirkstone Metals startet die aktive Phase seiner Explorationssaison 2026 im Athabasca-Becken – und der Kurs fällt am Dienstag um 8,20 Prozent auf 0,14 Euro. Das operative Comeback und die Kursschwäche laufen komplett gegenläufig.

Großangelegtes Bohrprogramm bei Gorilla Lake

Im Zentrum der Kampagne steht die Liegenschaft Gorilla Lake. Dort treibt der kanadische Uran-Explorer ein Diamantbohrprogramm mit bis zu 7.000 Metern voran. Vorausgegangen sind luftgestützte elektromagnetische Messungen, die leitfähige Untergrundstrukturen aufspüren sollen.

Beim Key-Lake-Road-Projekt bereitet Kirkstone Metals derzeit bis zu 30 Bohrstandorte vor. Im Fokus steht die sogenannte DD-Zone, eine nord-süd verlaufende Verwerfungsstruktur. Geologische Daten deuten darauf hin, dass diese Zone Teil der Wollaston-Mudjatik-Übergangszone ist – jenem Korridor, der bereits einige der hochgradigsten Uranlagerstätten der Welt hervorgebracht hat, darunter McArthur River und Cigar Lake.

Historische Bohrdaten aus dem Key-Lake-Road-Projekt hatten bereits stark anomale Uranmineralisierung gezeigt, mit einem Intervall von 1.250 ppm Uran über 0,25 Meter. Bevor die schwere Technik anrückt, verfeinert das Unternehmen die Zielstrukturen der DD-Zone derzeit mit Messungen der induzierten Polarisation.

Fokus statt Zukäufe

Der Start der Feldarbeiten markiert einen Wendepunkt für Kirkstone Metals. Das Unternehmen wechselt von der Kapitalbeschaffung zur aktiven Exploration. Erst kürzlich hatte das Management entschieden, die geplante Übernahme von Samson Metals nicht weiterzuverfolgen.

Diese Entscheidung soll dem technischen Team erlauben, sich ausschließlich auf die aussichtsreichsten Ziele im bestehenden Athabasca-Portfolio zu konzentrieren. Parallel zur Bohrplanung führt Kirkstone Metals weiterhin Gespräche mit lokalen First Nations und regionalen Interessengruppen – ein fester Bestandteil des Genehmigungsprozesses für beide Projekte.

Kursverfall trotz operativem Fortschritt

Die Zahlen zeigen das ganze Ausmaß der Talfahrt. Der Kurs verlor in den vergangenen 30 Tagen 27,95 Prozent, auf Jahressicht steht ein Minus von 96,65 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 9,40 Euro aus Mitte Dezember trennen die Aktie mittlerweile 98,55 Prozent.

Immerhin: Mit 0,14 Euro notiert der Titel nur noch rund 24 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 0,11 Euro, das erst Ende Februar markiert wurde. Der 14-Tage-RSI von 34,3 signalisiert eine Annäherung an überverkauftes Terrain. Der Markt bleibt trotzdem vorsichtig – auch angesichts einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von gut 91 Prozent.

Finanziell ist die Bohrsaison abgesichert. Eine bereits abgeschlossene Privatplatzierung brachte rund 2 Millionen kanadische Dollar ein, die gezielt für Geophysik und das 7.000-Meter-Bohrprogramm reserviert sind. Ob die ersten technischen Ergebnisse aus der neuen Bohrphase das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen können, bleibt abzuwarten – die Kapitalbasis für die Suche selbst steht jedenfalls.