Uran ist teuer wie selten zuvor. Die Aktie von Kirkstone Metals reagiert darauf mit weiteren Verlusten. Der kanadische Explorer zieht nun die Notbremse. Ein geplanter Zukauf fällt ins Wasser. Das Management fokussiert sich ab sofort voll auf die eigenen Projekte im Athabasca-Becken.

Der Markt für Kernbrennstoffe boomt. Am Wochenende kletterte der langfristige Uranpreis auf ein Rekordhoch von 95,50 US-Dollar pro Pfund. Versorger sichern sich wegen des hohen Strombedarfs von KI-Rechenzentren langfristig ab. Am Kassamarkt ist das Material derzeit etwas günstiger zu haben.

Die Kirkstone-Aktie profitiert von dieser Branchenfantasie nicht. Am Montag fiel der Kurs auf 0,15 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier massive 96 Prozent an Wert verloren.

Radikaler Schnitt im Portfolio

Das Management reagiert auf die angespannte Lage. Kirkstone Metals hat die Übernahme von Samson Metals offiziell abgesagt. Das schont die knappen Kassen. Der Explorer bündelt seine Ressourcen nun für das Projekt Gorilla Lake.

Dort laufen aktuell die Genehmigungen für neue Einsätze. Geplant sind bis zu 7.000 Meter Diamantbohrungen. Das Ziel: Die Geologen wollen vielversprechende Strukturen aus früheren Messungen genauer untersuchen. Das Gebiet gilt als aussichtsreich für hochgradige Uranvorkommen.

Vorbereitungen an der Key Lake Road

Parallel treibt das Unternehmen das Projekt Key Lake Road voran. Im Fokus steht die sogenannte DD-Zone. Diese geologische Struktur liegt in einer Übergangszone. Sie teilt sich diese Eigenschaft mit großen produzierenden Minen der Region.

Kirkstone plant hier bis zu 30 Bohrungen. Um die Ziele exakt zu definieren, bereiten Techniker derzeit Messlinien über gut sechs Kilometer Länge vor. Diese Vorarbeit liefert Daten zur elektrischen Aufladbarkeit des Gesteins. Sie soll das knappe Explorationsbudget maximal effizient nutzen.

Im dritten Quartal 2026 plant Kirkstone Metals den Wechsel in den aktiven Feldbetrieb. Ein weiteres Ereignis wartet kurz danach. Im August 2026 endet die Haltefrist für Aktien aus einer früheren Privatplatzierung. Diese Papiere sind dann frei handelbar. Das bringt im stark schwankenden Handel zusätzliche Liquidität in den Markt.