Klarna: 38% Rückkehrer treiben Resale an

Klarnas Wiederverkaufs-Feature verzeichnet hohes Wachstum, während das Unternehmen weiterhin rote Zahlen schreibt und die Aktie deutlich gefallen ist.

Klarna Aktie
Kurz & knapp:
  • Verkaufsanzeigen steigen um 75 Prozent
  • Hauptnutzer sind 26- bis 35-Jährige
  • Kleidung und Schuhe dominieren Resale
  • Aktie notiert 64 Prozent unter Hoch

Klarna will mehr sein als ein Zahlungsdienstleister. Mit einem Anstieg der Verkaufsanzeigen um bis zu 75 Prozent in den vergangenen 13 Monaten zeigt das Unternehmen, dass seine In-App-Resell-Funktion echten Nerv trifft — und gibt damit einen Hinweis, wohin die Reise strategisch geht.

Das Feature startete 2022 in Schweden und ist inzwischen in 15 Märkten verfügbar. Nutzer können Artikel direkt aus ihrer Kaufhistorie auf Plattformen wie eBay, Poshmark oder Tradera inserieren — ohne Produktdetails manuell einzutragen oder zwischen Apps zu wechseln. Der Komfort ist das Verkaufsargument.

Wer verkauft was

Die aktivste Nutzergruppe sind 26- bis 35-Jährige, die 30 Prozent der gesamten Resale-Aktivität ausmachen. Rückkehrer — also Nutzer, die die Funktion wiederholt nutzen — verantworten 38 Prozent aller Inserate. Kleidung und Schuhe dominieren mit einem Anteil von 43 Prozent, gefolgt von Elektronik. Zu den meistgelisteten Artikeln zählen Adidas Samba, Nike Dunk Lows, iPhones und AirPods — alles andere als Nischenprodukte.

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Das zeigt: Wiederverkauf ist längst Mainstream. Für Klarna bedeutet das eine Möglichkeit, tiefer in den Alltag seiner Nutzer einzudringen, ohne neue Märkte erschließen zu müssen.

Starkes Wachstum, schwache Marge

Operativ wächst Klarna kräftig — der Umsatz legte im jüngsten Quartal um 38,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Allerdings schreibt das Unternehmen weiterhin rote Zahlen: Das Ergebnis je Aktie lag zuletzt bei minus 0,12 Dollar und verfehlte damit die Erwartungen der Analysten.

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An der Börse spiegelt sich diese Gemengelage wider. Die Aktie notiert bei 14,07 Dollar — rund 64 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 38,78 Dollar, das im September 2025 erreicht wurde. Seit Jahresbeginn hat der Kurs mehr als 42 Prozent verloren, wenngleich er sich vom Märztief bei 10,70 Dollar spürbar erholt hat.

Die Resell-Funktion allein wird die Profitabilitätsfrage nicht lösen. Sie passt jedoch in ein größeres Bild: Klarna arbeitet daran, sein Ökosystem für 118 Millionen aktive Nutzer breiter aufzustellen — und die Abhängigkeit vom reinen Zahlungsgeschäft zu verringern. Ob das die Bewertung langfristig stützt, hängt davon ab, wie schnell der Weg in die Gewinnzone gelingt.

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