Klarna muss sich auf eine neue Untersuchung einstellen. Im Fokus stehen mögliche Pflichtverstöße von Verwaltungs- und Führungskräften im Zusammenhang mit dem Börsengang, vor allem wegen angeblich irreführender Angaben zu den Rückstellungen für Kreditausfälle.
Der Vorwurf trifft einen neuralgischen Punkt. Bei einem digitalen Zahlungs- und Kreditmodell sind diese Reserven zentral, weil sie das Risiko im Kreditbuch sichtbar machen. Sollte sich der Verdacht erhärten, dass Angaben zur Höhe der Rückstellungen oder zum Kreditrisiko unvollständig waren, drohen dem Unternehmen nicht nur Geldbußen, sondern auch mehr Aufsicht und mögliche Einschränkungen im Produktangebot.
Juristisches Risiko mitten im Wachstumsmodell
Die neue Prüfung hängt mit einer bereits angekündigten Klage zusammen, die die Richtigkeit und Vollständigkeit der IPO-Angaben angreift. Für Klarna ist das heikel, weil die Glaubwürdigkeit der Risikodarstellung für Investoren gerade bei „Buy now, pay later“ besonders wichtig ist. Der laufende Rechtsstreit bindet zudem Managementzeit und dürfte Zusatzkosten verursachen.
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An der Börse bleibt die Aktie anfällig für solche Schlagzeilen. Am Freitag schloss sie bei 12,36 Euro, nach einem Tagesminus von 1,59 Prozent. Seit Jahresanfang steht ein Minus von 49,34 Prozent zu Buche, über sieben Tage lag das Papier allerdings noch 3,52 Prozent im Plus.
Börse schaut auf die nächsten Termine
Technisch bleibt das Bild angeschlagen. Der Kurs notiert unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 13,00 Euro und weit unter der 100-Tage-Linie bei 19,22 Euro. Die 30-Tage-Volatilität liegt annualisiert bei 73,53 Prozent. Das zeigt, wie sensibel der Titel auf neue Nachrichten reagiert.
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Für die kommenden Tage rücken mehrere Termine in den Mittelpunkt. Im Mai will Klarna die Zahlen für das erste Quartal vorlegen, kurz darauf folgt ein Earnings-Webcast. Außerdem stehen Auftritte auf zwei Investorenkonferenzen an, darunter die JPMorgan Global Technology, Media & Communications Conference und die Bernstein Strategic Decisions Conference.
Diese Termine dürften wichtig werden. Denn neben dem juristischen Risiko wollen Investoren vor allem sehen, wie robust das Geschäft mit über 118 Millionen aktiven Nutzern und rund 3,4 Millionen Transaktionen pro Tag tatsächlich durch den Konflikt kommt.
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