Klöckner & Co hat auf der Hauptversammlung ein gemischtes Bild geliefert: operativ geht es voran, unter dem Strich bleibt das Geschäft aber weiter in den roten Zahlen. Vor allem der Blick auf das vergangene Jahr und der Ausblick auf das laufende Quartal zeigen, dass der Stahlhändler noch nicht durch ist mit seinem Umbau.

Gewinn steigt, Verlust schrumpft

Das EBITDA kletterte im Geschäftsjahr 2025 auf 171 Millionen Euro nach 136 Millionen Euro im Vorjahr. Der Nettoverlust verringerte sich zugleich deutlich auf 53 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor lag er noch bei 146 Millionen Euro.

Auch im ersten Quartal setzte sich die Verbesserung fort. Das EBITDA erreichte 46 Millionen Euro nach 42 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Nettoverlust sank auf 4 Millionen Euro, nach 28 Millionen Euro zuvor. Hinzu kam ein Anstieg der bereinigten Sendungen um 2,1 Prozent nach dem Verkauf des US-Geschäfts.

Worthington greift nach Kontrolle

Strategisch bleibt das Übernahmeangebot von Worthington Steel das zentrale Thema. Der Interessent hat sich nach den präsentierten Unterlagen bereits 61,87 Prozent der Anteile gesichert. Das spricht für eine weit fortgeschrittene Machtverschiebung im Aktionariat.

Für das zweite Quartal 2026 stellt der Vorstand ein EBITDA zwischen 40 und 80 Millionen Euro in Aussicht. Der Rahmen ist breit. Er passt zu einem Marktumfeld, in dem Klöckner weiter an Bilanz und Effizienz arbeitet.

Die Aktie spiegelt diese Entwicklung bisher recht robust wider. Sie notiert bei 12,54 Euro und liegt damit fast am 52-Wochen-Hoch von 12,66 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Kurs um 53,11 Prozent zugelegt, auf Sicht von zwölf Monaten sogar um 87,16 Prozent.

Dividende bleibt Thema

Auch die Dividende spielt auf der Hauptversammlung eine Rolle. Der Konzern strebt sie bereits das fünfte Jahr in Folge an. Für Anleger bleibt damit vor allem die Frage, wie viel Spielraum nach der operativen Verbesserung und mit Blick auf die mögliche Übernahme am Ende übrig bleibt.