Der US-Konzern Worthington Steel räumt die letzte Hürde für die Übernahme des Düsseldorfer Stahlhändlers Klöckner & Co aus dem Weg. Mit einer gesenkten Annahmeschwelle rückt das Ende der eigenständigen Börsennotierung in greifbare Nähe. Gleichzeitig beweisen die gestern vorgelegten Jahreszahlen für 2025, dass das operative Geschäft des Unternehmens wieder deutlich anzieht.
Fristverlängerung sichert den Deal
Um den Erfolg der Transaktion zu garantieren, hat Worthington Steel die Mindestannahmeschwelle auf 57,5 Prozent der ausstehenden Anteile herabgesetzt. Da sich die Amerikaner bereits knapp 57 Prozent gesichert haben und nun auch das Klöckner-Management seine rund 4,5 Prozent andienen darf, gilt der Vollzug als reine Formsache.
Aktionäre haben nun bis zum 26. März Zeit, das unveränderte Barangebot von 11,00 Euro je Aktie anzunehmen. An der Börse notiert das Papier mit aktuell 11,56 Euro leicht über dieser Offerte. Dies unterstreicht die starke Jahresperformance der Aktie, die seit Januar bereits um über 41 Prozent zulegen konnte. Worthington Steel stellte jedoch klar, dass der Angebotspreis nicht weiter erhöht wird.
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Operativer Aufwärtstrend im Kerngeschäft
Parallel zu den strategischen Weichenstellungen präsentierte Klöckner & Co robuste Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr. Trotz eines leichten Umsatzrückgangs auf 6,4 Milliarden Euro verbesserte sich das operative Ergebnis (EBITDA) vor Sondereffekten deutlich von 136 auf 171 Millionen Euro. Auch der Nettoverlust konnte von 176 auf 53 Millionen Euro spürbar eingedämmt werden.
Treiber dieser Entwicklung ist der verstärkte Fokus auf höherwertige Produkte. Diese machen mittlerweile fast die Hälfte des Umsatzes aus und steuern den Großteil des Gewinns bei. Zudem erwirtschaftete das Unternehmen zum vierten Mal in Folge einen deutlich positiven operativen Cashflow von 110 Millionen Euro, was die geplante Dividendenausschüttung von 0,20 Euro je Aktie stützt.
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Positiver Ausblick auf 2026
Für das laufende Jahr rechnet der Vorstand mit einer weiteren Erholung. Vor allem in Nordamerika wird ein Anstieg der Stahlnachfrage erwartet, was zu einem erheblichen Wachstum des operativen Cashflows und des EBITDA führen soll. Allein für das erste Quartal peilt das Management ein operatives Ergebnis zwischen 20 und 60 Millionen Euro an.
Mit dem voraussichtlichen Abschluss der 2,4 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme im zweiten Halbjahr 2026 wird Worthington Steel zum zweitgrößten Stahlservicecenter in Nordamerika aufsteigen. Die Anleger blicken nun auf den 26. März, an dem die verlängerte Annahmefrist formal endet und der Zusammenschluss der beiden Konzerne endgültig besiegelt wird.
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