Klöckner & Co Aktie: Beherrschungsvertrag rückt näher

Der US-Stahlverarbeiter Worthington Steel bereitet nach dem Erwerb der Mehrheit bei Klöckner & Co einen Beherrschungsvertrag vor. Dies ebnet den Weg für eine vollständige Integration und könnte langfristig zum Börsenabschied führen.

Klöckner Aktie
Kurz & knapp:
  • Worthington kontrolliert bereits 58,8 Prozent der Anteile
  • Vertrag ermöglicht direkte Weisungen und Gewinnabführung
  • Aktienkurs notiert deutlich über dem Barangebot
  • Delisting bei Überschreiten der 90-Prozent-Marke möglich

Der US-Stahlverarbeiter Worthington Steel macht nach der gesicherten Mehrheit bei Klöckner & Co den nächsten Schritt. Mit der Ankündigung eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags bereitet das Unternehmen den Weg für weitreichende strukturelle Veränderungen vor. Für die verbliebenen Minderheitsaktionäre rückt damit ein möglicher Börsenabschied des Düsseldorfer Konzerns näher.

Meilenstein erreicht, Nachfrist läuft

Nachdem der langjährige Großaktionär Friedhelm Loh sein Aktienpaket von 41,5 Prozent andiente, überschritt Worthington Steel die wichtige Mindestannahmeschwelle. Aktuell kontrollieren die Amerikaner rund 58,8 Prozent des ausgegebenen Grundkapitals. Anleger, die ihre Papiere bislang gehalten haben, können diese noch im Rahmen der bis zum 14. April 2026 laufenden Nachfrist zum ursprünglichen Angebotspreis von 11,00 Euro abgeben.

Das nun angestrebte Vertragswerk würde es dem US-Konzern erlauben, dem Klöckner-Vorstand direkte Weisungen zu erteilen und die Zahlungsströme beider Unternehmen rechtlich zu bündeln. Langfristig prüft Worthington zudem ein Delisting oder einen Squeeze-out, sofern der Anteil auf über 90 Prozent des Grundkapitals steigt.

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Strategische Neuausrichtung und Kursaufschlag

Interessant ist in diesem Kontext die Reaktion an der Börse: Der Schlusskurs vom vergangenen Freitag markierte mit 12,22 Euro exakt das neue 52-Wochen-Hoch. Dieser deutliche Aufschlag auf das Barangebot signalisiert die Erwartung der Marktteilnehmer, dass im Zuge der gesetzlichen Ausgleichs- oder Abfindungsregelungen für außenstehende Aktionäre höhere Summen fließen könnten.

Der formelle Abschluss der 2,1 Milliarden Euro schweren Transaktion, durch die der zweitgrößte Stahl-Service-Center-Konzern Nordamerikas entsteht, ist nach den behördlichen Freigaben für die zweite Jahreshälfte 2026 angesetzt. Bis dahin bleibt die operative Führung unter Guido Kerkhoff bestehen, wobei Worthington bereits den Verzicht auf Standortschließungen und Entlassungen zugesichert hat. Die zwingend erforderliche Zustimmung der Hauptversammlung zum geplanten Beherrschungsvertrag bildet nun die nächste formelle Hürde auf dem Weg zur vollständigen Integration.

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