Klöckner: Stimmrechtsanteil auf 2,13 Prozent gesunken

Nach der Übernahme durch Worthington Steel warten Minderheitsaktionäre auf die Abfindungshöhe. Die Hauptversammlung am 20. Mai wird richtungsweisend.

Klöckner Aktie
Kurz & knapp:
  • Worthington hält 61,87 Prozent der Anteile
  • Minderheitsaktionäre spekulieren auf höhere Abfindung
  • Quartalszahlen am 6. Mai unter neuer Führung
  • Hauptversammlung entscheidet über Beherrschungsvertrag

Worthington Steel hat Klöckner & Co übernommen — formal. Aber das Aktionärsregister bewegt sich weiter, und der eigentliche Preis für Minderheitsaktionäre steht noch nicht fest.

Am 28. April meldete Klöckner eine neue Stimmrechtsmitteilung. Ein Meldepflichtiger reduzierte seinen Anteil von 3,37 auf 2,13 Prozent. Grund: die Rückgabe von Eigenkapitalsicherheiten. Technische Transaktion — aber symptomatisch für das, was gerade passiert.

Warten auf die Abfindung

Worthington Steel hält nach Ende der zweiten Annahmefrist am 14. April rund 61,87 Prozent der Klöckner-Aktien. Institutionelle Investoren positionieren sich neu. Sie spekulieren auf eine höhere Barabfindung im Rahmen des geplanten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags.

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Das Kalkül ist einfach: Die Klöckner-Aktie notiert über dem Angebotspreis von 11 Euro. Der Markt preist eine Nachbesserung ein. Worthington hat angekündigt, einen solchen Vertrag abzuschließen. Die Abfindungskonditionen hängen von einer Unternehmensbewertung ab. Wirksam wird der Vertrag erst nach Zustimmung der Hauptversammlung.

Als mögliche Endszenarien prüft Worthington ein Delisting oder einen Squeeze-out. Der Abschluss der gesamten Transaktion steht noch unter behördlichen Vorbehalten — erwartet wird er für die zweite Jahreshälfte 2026.

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Zwei Termine prägen die nächsten Wochen

Am 6. Mai veröffentlicht Klöckner die Quartalsmitteilung für Q1 2026. Es ist der erste operative Bericht unter neuer Mehrheitseigentümerschaft. Für das EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten erwartet der Vorstand zwischen 20 und 60 Millionen Euro — eine ungewöhnlich breite Spanne, die wenig Sichtbarkeit signalisiert.

Am 20. Mai folgt die Hauptversammlung in Düsseldorf. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 0,20 Euro je Aktie vor. Außerdem steht dort die Zustimmung zum Beherrschungsvertrag auf der Tagesordnung — der Termin dürfte für Minderheitsaktionäre der wichtigere sein.

Das operative Umfeld bleibt gespalten. Maschinenbau und Rüstung fragen mehr Stahl nach, die Baubranche hält sich zurück. Für 2026 erwartet der Vorstand trotz veräußerter Standorte einen konstanten Absatz sowie ein deutlich steigendes EBITDA. Wie viel davon bei den verbliebenen Minderheitsaktionären ankommt, entscheidet sich auf der Hauptversammlung.

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