Der Rüstungskonzern KNDS bereitet seinen Börsengang vor. Dafür braucht das Unternehmen vor allem eines: mehr Tempo bei der Produktion. In München greift der Panzerbauer nun zu einer ungewöhnlichen Lösung. Er holt sich die Autoindustrie an Bord.
Allianz mit der Autoindustrie
KNDS eröffnet eine neue Fertigungslinie für den Radpanzer Boxer in München-Allach. Parallel dazu schließt das Unternehmen eine Partnerschaft mit dem Autozulieferer Dräxlmaier. Der Zivilkonzern baut künftig sogenannte Missionsmodule im bayerischen Landau an der Isar. Das Ziel: KNDS will die Boxer-Produktion bis zum Jahr 2030 versechsfachen.
Zehn Antriebsmodule pro Monat rollen künftig allein in München vom Band. Um diese Mengen zu stemmen, nutzt KNDS gezielt die Erfahrung von Dräxlmaier in der Serienfertigung. Der Schritt zeigt einen klaren Trend. Selbst große Rüstungskonzerne greifen auf ziviles Know-how zurück, um die europäische Aufrüstung schnell umzusetzen.
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Hohe Nachfrage treibt Ausbau
Der Bedarf an gepanzerten Fahrzeugen ist enorm. Aktuell stehen über 2.000 Boxer-Systeme in den Auftragsbüchern. Sie kommen unter anderem in Deutschland, Großbritannien, Australien und der Ukraine zum Einsatz. Das zuständige Joint Venture Artec plant eine weltweite Jahresproduktion von 1.000 Einheiten.
Die bisherige Bilanz umfasst erst rund 2.100 ausgelieferte oder bestellte Fahrzeuge. Allein die Bundeswehr plant jedoch die Anschaffung von bis zu 5.000 weiteren Exemplaren. Hinzu kommt konkretes Exportinteresse. Portugal plant beispielsweise einen Kauf mit europäischen Fördermitteln.
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Kapital für den Börsengang
Dieser Ausbau kostet viel Geld. Deshalb plant KNDS für Juni oder Juli einen Börsengang in Frankfurt und Paris. Die Einnahmen sollen die Produktion des Konzerns verdoppeln. Bank of America, Deutsche Bank, Goldman Sachs und Société Générale begleiten die Aktienplatzierung.
Die Bücher des Panzerbauers sind voll. Im Jahr 2024 lag der Umsatz bei 3,8 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand summiert sich auf 23,5 Milliarden Euro. Indes prüft die staatliche Förderbank KfW den Einstieg. Sie erwägt den Kauf einer Minderheitsbeteiligung und lässt sich dabei von JPMorgan beraten.
Der Boxer-Ausbau in Bayern markiert einen wichtigen Schritt vor dem geplanten Börsendebüt. Mit der neuen Fertigungslinie und dem Autozulieferer als Partner beweist KNDS die nötige Skalierbarkeit für künftige Großaufträge. Im Frühsommer müssen die Konsortialbanken nun Investoren für die Aktienplatzierung gewinnen.
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