Auf der UBS-Konferenz in London macht Kontron an diesem Dienstag klar: Marge geht vor Umsatz. Der IoT-Spezialist baut seine unrentable GreenTec-Sparte radikal um. Parallel dazu treibt das Management den Wandel zum reinen Softwarekonzern voran.
Das Herzstück der Strategie ist ein hartes Sparprogramm. Bis August 2026 fallen in der GreenTec-Division voraussichtlich 500 Stellen weg. Das Ziel: Die jährlichen Kosten sollen um mehr als 30 Millionen Euro sinken.
Für diesen Umbau plant das Management einmalige Kosten von rund 25 Millionen Euro ein. Spätestens im vierten Quartal 2026 soll die Sparte wieder schwarze Zahlen schreiben. Kontron verabschiedet sich damit vom reinen Volumenwachstum.
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Wandel zum Software-Haus
Kontron richtet sich neu aus. Das zeigt sich bereits deutlich beim Personal. Aktuell arbeiten zwei Drittel der Angestellten im margenstarken Bereich für Software und Lösungen. Auch bei den Entwicklungsausgaben setzt das Unternehmen klare Prioritäten. Im ersten Quartal flossen 56 Prozent dieser Gelder in den Software-Sektor.
Der Umsatz wuchs Anfang 2026 organisch nur leicht auf knapp 364 Millionen Euro. Der Auftragsbestand erreichte indes ein Rekordniveau von rund 2,5 Milliarden Euro. Die Nachfrage bleibt damit robust, besonders in der Luft- und Raumfahrt.
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Übernahmefantasie stützt den Kurs
Der schwache Jahresstart und die Umbaukosten hinterlassen Spuren. Warburg Research senkte das Kursziel von 30,00 auf 28,50 Euro, rät aber weiter zum Kauf. Die Analysten verweisen auf die günstige Bewertung.
Im Hintergrund stützen Spekulationen um den taiwanischen Großaktionär Ennoconn die Aktie. Überschreitet Ennoconn die Schwelle von 30 Prozent, steht ein Pflichtangebot im Raum. Dafür hat der Investor einen Preis von 23,50 Euro in Aussicht gestellt. Kontron passte sein eigenes Aktienrückkaufprogramm bereits an diese Marke an.
An der Börse notiert das Papier aktuell bei 22,72 Euro. Auf Sicht eines Monats steht ein zweistelliges Plus auf der Kurstafel. Der mögliche Übernahmepreis von 23,50 Euro bildet nun den maßgeblichen Deckel für die weitere Kursentwicklung.
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