Kontron treibt seine Edge-AI-Strategie voran. Der Technologiekonzern gehört zu den ersten Anbietern, die Intels neue Core Ultra Series 3 Plattformen (Codename: Panther Lake) nutzen werden.
Die ersten Produkte sollen ab dem dritten Quartal in Serie gehen. Für Kunden aus Industrie und IoT bedeutet das mehr Rechenleistung direkt am Netzwerkrand. Edge-KI auf hohem Niveau.
Parallel dazu gibt es Bewegung in der Aktionärsstruktur.
Großaktionär überschreitet 30-Prozent-Schwelle
Am 10. Juni informierte der Hauptaktionär Ennoconn Corporation über einen entscheidenden Schritt: Der taiwanische Konzern hält nun mehr als 30 Prozent der Stimmrechte an Kontron. Die Folge ist ein Pflichtangebot an alle Aktionäre. Der Preis liegt bei 23,50 Euro je Aktie in bar.
Das von Kontron im März gestartete Aktienrückkaufprogramm wurde deshalb ausgesetzt. Es läuft erst wieder nach Abschluss des Pflichtangebots. Zuvor hatte Kontron zwischen dem 8. und 10. Juni noch 60.000 eigene Aktien zurückgekauft.
Die Aktie selbst zeigt sich zuletzt verhalten. Bei 23,50 Euro notiert das Papier rund 18 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 28,66 Euro. Gleichzeitig liegt der Kurs gut 40 Prozent über dem Tief von 16,69 Euro aus dem März. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Plus von 3,16 Prozent.
Ausblick aufs Gesamtjahr
Trotz der Umwälzungen bleibt das Management zuversichtlich. Für 2026 plant Kontron mit einem Umsatz von 1,75 Milliarden Euro. Das operative EBITDA soll bei 225 Millionen Euro liegen.
Der Bericht zum zweiten Quartal erscheint voraussichtlich im August. Dann zeigt sich, ob die Intel-Allianz schon erste Spuren in den Zahlen hinterlässt.
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