Kyndryl schließt das Geschäftsjahr 2026 mit gemischten Vorzeichen ab. Während das Erbe der IBM-Abspaltung den Umsatz belastet, treibt der IT-Dienstleister die Automatisierung voran. Die Strategie zielt nun auf höhere Margen durch künstliche Intelligenz.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Kyndryl einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar. Währungsbereinigt entspricht dies einem Rückgang von drei Prozent. Das bereinigte EBITDA kletterte indes auf 2,7 Milliarden Dollar.

Der Umbau bleibt eine Herausforderung. Das Geschäft mit dem ehemaligen Mutterkonzern IBM schrumpfte zuletzt von vier auf unter zwei Milliarden Dollar. Kyndryl investiert deshalb massiv in die Plattform Kyndryl Bridge.

Fokus auf KI und Zukäufe

Die Plattform nutzt inzwischen KI-Agenten, um IT-Ausfälle bei Kunden schneller zu beheben. Über 1.400 Unternehmen generieren monatlich Millionen von automatisierten Erkenntnissen. Parallel dazu wuchs der Bereich der Hyperscaler-Dienste um 59 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar.

Kyndryl plant die Übernahme des niederländischen Anbieters Solvinity für rund 100 Millionen Euro. Für das kommende Jahr rechnet der Vorstand mit Restrukturierungskosten von 200 Millionen Dollar. Diese Investition soll ab 2028 hohe jährliche Einsparungen ermöglichen.

Ausblick und Kapitalrückführung

Für das Geschäftsjahr 2027 prognostiziert das Management einen Vorsteuergewinn von bis zu 700 Millionen Dollar. Der freie Cashflow soll rund eine halbe Milliarde Dollar erreichen. Parallel dazu kaufte das Unternehmen eigene Aktien für 304 Millionen Dollar zurück.

Die Aktie notiert mit 11,80 Dollar nahe ihrem Jahrestief. Anleger reagieren verhalten auf die stagnierenden Erlöse und den anhaltenden Umbauprozess. Bis 2028 will der Vorstand den freien Cashflow auf über eine Milliarde Dollar steigern.