Lam Research hat eine wilde Handelswoche mit einem klaren Rücksetzer beendet. Nach einem kurzen Sprung über die psychologisch wichtige Marke von 300 Dollar kam es am Freitag zu Gewinnmitnahmen. Der starke Lauf bleibt trotzdem bemerkenswert.
Rekord hoch, dann Abkühlung
Die Aktie schloss am Freitag bei 284,72 Dollar und verlor an diesem Tag 4,82 Prozent. Auf Wochensicht blieb ein Minus von 3,17 Prozent. Noch am Dienstag hatte der Titel mit 302 Dollar ein Rekordniveau erreicht.
Der Rücksetzer kam nach dem Ausbruch über die 300-Dollar-Schwelle nicht überraschend. In diesem Bereich sehen Marktteilnehmer nun einen harten Widerstand. Die nächste wichtige Zone liegt bei rund 275 Dollar. Dort hatte die Aktie Anfang Mai bereits wieder nach oben gedreht.
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Auch technisch wirkt der Titel überkauft. Der RSI liegt bei 77,1. Das ist ein Wert, der oft auf eine überhitzte kurzfristige Lage hindeutet.
Starke Zahlen treiben die Aktie
Der Aufwärtstrend hat einen klaren fundamentalen Hintergrund. Im dritten Geschäftsjahrquartal 2026 meldete Lam Research einen Rekordumsatz von 5,84 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt 5,70 Milliarden erwartet. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,47 Dollar und damit ebenfalls über der Prognose.
Getragen wird das Geschäft weiter von der Nachfrage nach Wafer-Fertigungstechnik für KI-Anwendungen. Besonders gefragt bleiben Systeme für fortgeschrittene Ätzprozesse und EUV-Patterning. Für das vierte Geschäftsquartal stellt der Konzern einen Gewinn je Aktie zwischen 1,50 und 1,80 Dollar in Aussicht.
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Einordnung der Marktreaktion
Der jüngste Anstieg war damit nicht nur Spekulation. Die Zahlen liefern ein solides Fundament. Trotzdem zeigt die Kursreaktion, wie schnell nach einem starken Lauf Profite mitgenommen werden. Die Aktie liegt seit Jahresbeginn weiter deutlich im Plus und notiert klar über ihren gleitenden Durchschnitten.
Hinzu kommt ein wachsender Fokus auf Insiderthemen. Eine Meldung vom 14. Mai deutete geplante Verkäufe von fast 60.000 Aktien an. In den vergangenen drei Monaten summierten sich die Verkäufe von CFO und mehreren Senior Vice Presidents auf rund 13,1 Millionen Dollar.
Am 16. Mai notiert der Titel noch immer rund 14,8 Prozent über der 50-Tage-Linie und mehr als 51 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt. Das zeigt, wie stark der Trend trotz der jüngsten Abkühlung geblieben ist. Ende Mai und Anfang Juni folgen Auftritte von CEO und CFO auf zwei Konferenzen, die dem Markt weitere Hinweise auf die Strategie geben dürften.
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