Lam Research und imec haben heute ihre Forschungskooperation erweitert. Im Mittelpunkt stehen Fertigungsverfahren für KI-orientierte Chips, neue Speichertechnologien und die dreidimensionale Integration von Bauteilen. Die Partner wollen Prozessinnovationen schneller in die Fertigung überführen. Damit setzt Lam einen technologischen Akzent, während UBS weiterhin Rückenwind durch hohe KI-Ausgaben sieht.
Die Zusammenarbeit umfasst auch die fortschrittliche Chipverpackung sowie die Strukturierung mit High-NA-EUV-Technologie. Dabei kommt Lams Aether-Trockenresist zum Einsatz. Die Kooperation verbindet damit mehrere Entwicklungsfelder: die Integration von Bauteilen, neue Speicher und Verfahren zur Herstellung feiner Chipstrukturen.
Gemeinsame Studie liefert technische Ergebnisse
Eine gemeinsame Studie zur direkten Metallätzung von Ruthenium erreichte über den Wafer eine elektrische Ausbeute von 100% bei sogenannten Fork-Strukturen. Bei Meander-Strukturen lag sie bei über 90%. Die Partner nutzten dafür ein High-NA-EUV-Verfahren mit einer einzigen Belichtung.
Die Ergebnisse sind ein konkreter technischer Anhaltspunkt für die ausgeweitete Kooperation. Ihr erklärtes Ziel geht über einzelne Versuchsergebnisse hinaus: Neue Prozesse sollen schneller den Weg in die Fertigung finden. Aether soll zudem GAA- und CFET-Architekturen unterstützen.
Für Anleger liegt die Bedeutung der Nachricht deshalb vor allem in der Weiterentwicklung der Fertigungstechnologie. Die Kooperation adressiert jene technischen Felder, in denen Lam und imec Innovationen für KI-orientierte Anwendungen voranbringen wollen.
Analysten erwarten weiteres Gewinnwachstum
UBS bewertet die anhaltend hohen KI-Ausgaben als Rückenwind für Lam Research. Die heute veröffentlichte Einschätzung fällt damit grundsätzlich positiv aus. Die Bank erwartet die nächsten Quartalszahlen in den kommenden Tagen.
Auch die Erste Group hat ihre Gewinnerwartungen angehoben. Am 8. Oktober erhöhte sie die Prognose für das Geschäftsjahr 2027 von 9,34 auf 9,40 Dollar je Aktie. Für das Geschäftsjahr 2028 erwartet sie 11,99 Dollar je Aktie.
Diese Erwartungen bleiben Prognosen. Der Forschungsfortschritt und die positive Einschätzung der KI-Ausgaben liefern Argumente für die längerfristige Entwicklung. Der nächste Quartalsbericht muss dagegen zeigen, wie sich das Geschäft aktuell entwickelt.
Quartalszahlen als nächster Prüfstein
Im zuletzt gemeldeten Quartal erzielte Lam Research einen Gewinn je Aktie von 1,82 Dollar. Der Umsatz erreichte 6,72 Milliarden Dollar und stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 30,0%.
Für Anleger treffen damit eine wachsende Geschäftsbasis und neue technologische Entwicklungsziele zusammen. Entscheidend für die kurzfristige Einordnung ist nun die operative Umsetzung.
Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 prognostiziert Lam Research einen Gewinn je Aktie von 2,00–2,30 Dollar. An dieser eigenen Vorgabe wird sich der nächste Bericht messen lassen. Die vertiefte imec-Kooperation ergänzt diesen kurzfristigen Prüfstein um eine längerfristige Forschungsperspektive.
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