Das Syndikat bei Lenzing hält nach der Kapitalerhöhung insgesamt rund 52,25 % der Stimmrechte, wie aus der heute veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung hervorgeht. Auf die B&C KB Holding GmbH entfallen darunter rund 24,99 %, auf die Suzano International Trade GmbH rund 12,60 %.
Die B&C KB Holding GmbH meldete heute außerdem die Verpfändung von Lenzing-Aktien. Die Aktie verliert heute 4,8% und notiert bei 9,96 €.
Neue Eigentumsstruktur nach der Kapitalerhöhung
Den Hintergrund der Stimmrechtsmeldung bildet die vor gut einer Woche abgeschlossene Kapitalerhöhung. Lenzing erzielte damit einen Bruttoerlös von rund EUR 301,2 Mio. Der Ausgabepreis der neuen Aktien lag bei EUR 8,65; die Bezugsrechtsausübungsquote erreichte nach Unternehmensangaben 99 %.
Den Erlös will Lenzing für die Strategie „Grow Nonwovens, Reset Textiles“ einsetzen und damit zugleich die Kapitalstruktur stärken. Im Rahmen der Kapitalerhöhung gab das Unternehmen insgesamt 34.756.362 neue Aktien aus.
Auch Georg Kasperkovitz meldete einen Erwerb im Rahmen der Bezugsrechtskapitalerhöhung. Die entsprechende Pflichtmitteilung wurde heute veröffentlicht. Bereits am Freitag hatte Christian Skilich einen Kauf von Lenzing-Aktien gemeldet.
Produktion in Heiligenkreuz bis 2027 geplant
Neben den Veränderungen auf der Kapitalseite steht der Zeitplan für das Werk Heiligenkreuz im Blick. Wie die Kronen Zeitung am Donnerstag berichtete, plant Lenzing, die Produktion dort erst mit Ende des ersten Quartals 2027 einzustellen.
Als Grund nannte das Unternehmen den Transfer der Produktion auf andere Standorte sowie den Aufbau ausreichender Vorräte. Die geplante Einstellung der Produktion hängt damit laut Lenzing auch von der Vorbereitung an den anderen Standorten ab.
Die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 ist für den 5. November 2026 angekündigt.
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