Im Umfeld der laufenden Unternehmensfinanzierung ordnet sich das Aktionariat des Faserherstellers Lenzing neu. Gleich mehrere Großaktionäre und institutionelle Adressen reduzierten ihre Engagements merklich oder passten ihre Anteile an.
So verringerte die niederländische NN Group ihre Gesamtposition zum Stichtag am 2. Oktober von zuvor 6,27 Prozent auf 2,54 Prozent. Parallel dazu trat der brasilianische Partner Suzano bei der laufenden Finanzierungsrunde Medienberichten zufolge teilweise zurück.
Deutliche Anteilsreduktion bei Großinvestoren
Auch bei weiteren institutionellen Adressen kam es zu deutlichen Umschichtungen. Die US-Investmentbank Goldman Sachs meldete zum 2. Oktober ein Absinken ihrer Gesamtposition auf 3,86 Prozent, nachdem zuvor noch 9,98 Prozent gehalten worden waren.
Der verbliebene Anteil setzt sich aus 2,75 Prozent an direkten Stimmrechten aus Aktien sowie 1,11 Prozent über Finanzinstrumente zusammen. Zudem sicherte sich Christian Skilich am Montag im Rahmen der Bezugsrechtszuteilung 1.710 Bezugsrechte, wie aus Pflichtveröffentlichungen hervorgeht.
Hintergrund der Umschichtungen ist die vor gut einer Woche angekündigte Barkapitalerhöhung. Das Unternehmen beabsichtigt, ein Volumen von rund 300 Millionen Euro einzuwerben.
Die Transaktion umfasst 34.756.362 neue Aktien zu einem Bezugspreis von 8,65 Euro je Anteilsschein. Das festgelegte Bezugsverhältnis beträgt 10:9, sodass Altaktionäre für jeweils zehn bestehende Anteilsscheine neun neue Papiere erwerben können. Die Emission ist vollständig garantiert.
Wichtige Fristen für die Bezugsrechte
Die Verwässerung und die Neujustierung der Eigentümerstruktur hinterlassen am Kapitalmarkt deutliche Spuren. Zum Handelsschluss am Freitag notierte die Aktie bei 10,64 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier damit ein Minus von 38 Prozent.
Für bestehende Anteilseigner rücken nun die konkreten Abwicklungstermine in den Vordergrund. Der offizielle Handel mit den Bezugsrechten an der Wiener Börse ist bis zum 14. Oktober vorgesehen. Die Frist zur Ausübung der Bezugsrechte läuft noch bis zum 20. Oktober.
Sollte das Verfahren reibungslos abgeschlossen werden und die formelle Eintragung der Kapitalerhöhung in das Firmenbuch erfolgen, ist die Aufnahme des Handels der neuen Aktien für den 23. Oktober geplant.
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