Lenzing verschiebt Medienberichten zufolge die geplante Einstellung der Produktion am Standort Heiligenkreuz vom Jahresende 2026 auf Ende des ersten Quartals 2027. Das Unternehmen begründete den am Donnerstag berichteten Schritt mit dem Produktionstransfer und dem Aufbau von Beständen für eine durchgängige Kundenbelieferung. Am Standort arbeiten rund 285 Beschäftigte.
Produktionstransfer und mögliche Übernahme
Die längere Übergangsphase soll die Belieferung der Kunden während des Produktionstransfers gewährleisten. Zugleich führt Lenzing Gespräche mit Interessenten über eine mögliche Übernahme des Standorts. Eine solche Übernahme bleibt damit Gegenstand von Gesprächen.
Für Anleger steht außerdem der nächste Finanztermin fest: Lenzing veröffentlicht am 5. November die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026.
Kapitalzufluss und Aktienkäufe
Bei der abgeschlossenen Kapitalerhöhung erzielte Lenzing nach eigenen Angaben einen Bruttoemissionserlös von rund EUR 301,2 Mio. Das Unternehmen will das Geld für die Strategie „Grow Nonwovens, Reset Textiles“ sowie zur Stärkung seiner Kapitalstruktur verwenden.
Lenzing gab dafür 34.756.362 neue Aktien zu jeweils EUR 8,65 aus. Über das Bezugsangebot wurden 99 % der angebotenen Aktien bezogen. Die übrigen Aktien verkauften die Konsortialbanken am Markt.
Eine Pflichtmitteilung vom Donnerstag dokumentiert zudem den Erwerb von 8.689.086 Lenzing-Aktien durch die B&C KB Holding GmbH. Sie übte dafür Bezugsrechte zu jeweils EUR 8,65 aus. Laut Mitteilung steht die Holding in enger Beziehung zu Aufsichtsrat Patrick Lackenbucher.
Am Freitag kaufte auch Christian Skilich Lenzing-Aktien an der Wiener Börse. Die entsprechende Pflichtmitteilung nennt 1.710 Aktien zu jeweils EUR 8,65.
Bereits am Dienstag meldete Goldman Sachs eine gesamte Stimmrechtsposition von 4,01 %, nach zuvor 3,86 %. Die jüngere Meldung umfasste sowohl Stimmrechte aus Aktien als auch Positionen über Finanzinstrumente.
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