Bei Lenzing bleibt die Stimmrechtsmehrheit nach der vor rund zwei Wochen abgeschlossenen Kapitalerhöhung beim Aktionärssyndikat aus B&C-Gruppe und Suzano. Es hält nach Unternehmensangaben weiterhin rund 52,25 % der Stimmrechte. Zugleich steht beim Werk Heiligenkreuz die Entscheidung über Fortführung oder Schließung an; die Aktie steigt heute um 6,0%.

Entscheidung über Heiligenkreuz bis Jahresende

Medienberichten von heute zufolge tritt der Verkaufsprozess für das Werk in eine entscheidende Phase. Mitte November soll der Kreis von rund 30 Interessenten eingeengt werden. Bis Jahresende soll feststehen, ob ein neuer Eigentümer den Betrieb fortführt oder das Werk geschlossen wird.

Vor rund zwei Wochen hatte Lenzing laut Medienberichten bestätigt, die Produktion erst im ersten Quartal 2027 einzustellen. Zunächst war dafür Ende 2026 vorgesehen. Am Standort sind rund 285 Beschäftigte tätig.

Kapitalstruktur und Bewertung als Kontext

Lenzing meldete nach Abschluss der Kapitalerhöhung außerdem einen direkten Anteil der Suzano Holding von rund 0,80 %. Dieser entstand durch den Erwerb im Zuge der Kapitalmaßnahme. Goldman Sachs Group hält nach den Unternehmensangaben 5,86 %.

Beim vor rund zwei Wochen abgeschlossenen Bezugsangebot erreichte die Bezugsrechtsausübungsquote laut Lenzing 99,0 Prozent. Der Bezugspreis betrug EUR 8,65 je Aktie; den geplanten Bruttoemissionserlös bezifferte das Unternehmen auf rund EUR 300 Mio.

Deutsche Bank Research senkte vor gut einer Woche das Kursziel von EUR 22,00 auf EUR 12,70 und bestätigte die Einstufung „Hold“.

Als nächster bestätigter Termin steht am 5. November die Veröffentlichung des Ergebnisses für das dritte Quartal 2026 an. Laut Finanzkalender von Lenzing ist die Präsentation von 15:00 bis 16:00 MEZ angesetzt.