Li-FT Power sichert sich eine Abkürzung zur Produktion. Das Unternehmen hat die gerichtliche Freigabe für eine exklusive Kaufoption auf die Renard-Mine in Québec erhalten. Damit rückt die Umwandlung der ehemaligen Diamantenmine in eine Verarbeitungsanlage für Lithium näher.

Die Option umfasst die gesamte Infrastruktur des Standorts sowie die Anteile der Stornoway Diamonds. Für dieses Recht hinterlegt Li-FT Power eine Gebühr von 12 Millionen kanadischen Dollar auf einem Treuhandkonto. Parallel dazu prüft der Konzern die technische Machbarkeit der Standort-Umnutzung.

Das Ziel ist die Aufbereitung von Lithium-Spodumen in den bestehenden Anlagen. Durch die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur sinkt das finanzielle Risiko für den Aufbau neuer Kapazitäten in der Region. Während der laufenden Optionsphase trägt das Unternehmen die jährlichen Instandhaltungskosten von schätzungsweise 18 Millionen kanadischen Dollar.

Geografisch fügt sich das Projekt nahtlos in die bestehende Strategie ein. Die Renard-Mine liegt nur rund 60 Kilometer vom Adina-Galinée-Projekt entfernt. Diese räumliche Nähe könnte den Weg zu einer schnelleren kommerziellen Produktion ebnen und Synergien bei der Logistik schaffen.

An der Börse spiegeln sich die Fortschritte bisher kaum wider. Mit einem aktuellen Kurs von 1,98 Euro notiert das Papier auf einem gedrückten Niveau. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei 25,8 und signalisiert damit einen technisch überverkauften Zustand der Aktie.

Bis zum 3. Oktober 2026 muss das zuständige Ministerium in Québec der Verschiebung von Sanierungsarbeiten am Standort zustimmen. Erst mit dieser Genehmigung wird die Optionsgebühr endgültig freigegeben. In den kommenden Monaten fokussiert sich das Management darauf, die wirtschaftliche Rentabilität des Umbaus zu bestätigen.