Lightwave Logic rückt näher an den kommerziellen Einsatz seiner Polymer-Technologie. Auf der Fachkonferenz PIC International 2026 demonstrierte das Unternehmen die Leistungsfähigkeit seiner speziellen Modulatoren. Diese Bauteile sollen die Datenströme in modernen Rechenzentren massiv beschleunigen.

Fortschritte bei Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit

Die neuen SOH-Modulatoren erreichen Geschwindigkeiten von über 400 Gigabit pro Sekunde. Wichtiger für potenzielle Kunden: Die Technologie erfüllt nun die Telcordia-Zuverlässigkeitsstandards auf Dünnschicht-Ebene. Das ist eine Grundvoraussetzung für den Einbau in kommerzielle Hardware.

Das Unternehmen arbeitet eng mit großen Chip-Auftragsfertigern zusammen. Lightwave Logic integriert seine Modulatoren nun in die Design-Plattform von GlobalFoundries. Das erleichtert Partnern die Entwicklung eigener Chips. Im weiteren Jahresverlauf folgen weitere Testläufe mit Tower Semiconductor.

Kapitalerhöhung stützt Wachstumsphase

Parallel dazu baut das Management seine Finanzreserven aus. Es stockte das laufende Aktienausgabeprogramm auf rund 51,4 Millionen Dollar auf. Bisher flossen dem Konzern daraus über 35 Millionen Dollar zu. Das Geld sichert die weitere Entwicklung der Technologie.

Der Markt für optische Verbindungen profitiert stark vom Bedarf an KI-Infrastruktur. Das zeigt auch die Übernahme des Konkurrenten Polariton durch den Branchenriesen Marvell. Lightwave Logic bewertet die Börse aktuell mit rund 2,1 Milliarden Dollar. Dem steht bisher kaum Umsatz gegenüber.

Das Ziel bleibt die Skalierung der spezialisierten Fertigungsprozesse. Anleger blicken nun auf die angekündigten Ergebnisse der Testläufe bei Tower Semiconductor im zweiten Halbjahr 2026.