Lockheed Martin hat gleich zwei frische Aufträge aus dem US-Verteidigungsumfeld eingesammelt. Der größere Block stärkt vor allem das F-35-Programm, der kleinere zielt auf einen mobilen Starter für Patriot-Abwehrraketen. Für den Konzern ist das mehr als nur Auftragseingang. Es stützt den ohnehin prall gefüllten Auftragsbestand.
F-35 wird weiter modernisiert
Den Löwenanteil macht ein fester Preisauftrag der US Navy im Wert von knapp 1 Milliarde Dollar aus. Konkret geht es um 432 Umrüstsätze, mit denen die elektronische Kampfführung und weitere Fähigkeiten der F-35-Flotte modernisiert werden sollen.
Die Verteilung ist breit angelegt. 97 Kits sind für die US Air Force vorgesehen, 54 für die Marines und 42 für die Navy. Weitere Pakete gehen an ausländische Abnehmer und an Nicht-DoD-Teilnehmer. Die Arbeiten sollen in Fort Worth, Texas, laufen und bis März 2032 dauern.
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Für Lockheed ist das strategisch wichtig. Die F-35 bleibt das zentrale Volumenprogramm im militärischen Luftfahrtgeschäft, und jede Modernisierungsrunde verlängert den industriellen Lebenszyklus des Jets.
Neuer Starter für Patriot-Systeme
Parallel dazu erhielt Lockheed Martin Missile and Fire Control einen weiteren Auftrag über 61 Millionen Dollar. Dabei geht es um einen Prototypen für einen containerisierten Starter für die PAC-3 MSE.
Das Konzept soll die Patriot-Abwehr flexibler machen. Der Starter könnte per Standard-Lastwagen transportiert und an improvisierten Standorten aufgestellt werden. Damit würde das System beweglicher und weniger auffällig als herkömmliche Startfahrzeuge. Die Prototypenphase soll im Mai 2027 abgeschlossen sein.
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Aktie bleibt unter Druck
An der Börse kam die Nachricht nur verhalten an. Die Aktie schloss am Freitag bei 444,00 Euro, praktisch unverändert, und liegt damit seit einem Monat fast 14 Prozent im Minus. Vom 52-Wochen-Hoch bei 579,50 Euro ist sie weiter deutlich entfernt.
Der Titel notiert zudem unter den gleitenden Durchschnitten der letzten 50 und 100 Tage, hält sich aber nahe der 200-Tage-Linie. Der RSI von 56,2 signalisiert weder Überhitzung noch klare Schwäche. Die 30-Tage-Volatilität liegt bei 24,42 Prozent.
Der Markt blickt nun auf zwei Dinge: die Wirkung der neuen Aufträge auf die Stimmung und den weiteren Ausblick des Konzerns. Lockheed hält an der Prognose für 2026 fest. Erwartet werden ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich, ein operatives Ergebnis zwischen 8,4 und 8,7 Milliarden Dollar sowie freier Cashflow von 6,5 bis 6,8 Milliarden Dollar. Hinzu kommen geplante Investitionen von 2,5 bis 2,8 Milliarden Dollar für Kapazitätsausbau und digitale Projekte. Am 3. Juni rückt außerdem der Ex-Dividenden-Tag für die vierteljährliche Ausschüttung von 3,45 Dollar je Aktie näher.
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