Lockheed Martin hat einen neuen Großauftrag der US Navy an Land gezogen. Das Volumen liegt bei rund 879,1 Millionen Dollar. Es geht um Ausrüstung für das F-35-Programm und damit um ein Geschäft, das weit über einen einfachen Nachschubauftrag hinausreicht.
Auftrag für die F-35-Produktion
Der Vertrag umfasst die Produktionslose 18 und 19. Geliefert werden unter anderem Waffenträger, Bombenaufhängungen, Waffensysteme, Pylone und spezielle Adapter. Diese Komponenten sollen die Einsatzfähigkeit der F-35-Flotte bei Luftwaffe, Marine Corps und Navy stützen.
Hinzu kommt ein internationaler Teil. Rund 472,8 Millionen Dollar entfallen auf ausländische Regierungspartner und auf Kunden aus dem Bereich Foreign Military Sales. Die Fertigung läuft vor allem in Fort Worth, Texas, und soll bis Februar 2030 abgeschlossen sein.
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Für Lockheed ist das ein weiterer Beleg für die zentrale Rolle des F-35-Programms. Fitch verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass der Jet rund ein Viertel des Konzernumsatzes ausmacht. Das erklärt, warum selbst einzelne Folgeaufträge für die Bewertung des Geschäfts so wichtig bleiben.
Analysten ziehen die Daumenschrauben an
Parallel dazu sehen sich die Aktien mit einer skeptischeren Analystenstimme konfrontiert. Citigroup hält an einer neutralen Einstufung fest, senkte das Kursziel aber von 675 auf 571 Dollar. Die Bank verweist auf kurzfristige Bewertungsbelastungen, sieht im Verteidigungssektor aber weiter Chancen durch konstante Nachfrage, vor allem bei Raketenabwehr und modernen Systemen.
Operativ bleibt der Konzern solide aufgestellt. Der Auftragsbestand liegt bei 194 Milliarden Dollar. Die Marge schwankte zuletzt von 12 auf 10 Prozent im ersten Quartal 2026, während die Jahresumsatzprognose mit 77,5 bis 80 Milliarden Dollar bestätigt wurde.
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An der Börse zeigt sich ein gemischtes Bild. Die Aktie notiert bei 453,90 Euro, hat auf Sicht von 30 Tagen gut 10 Prozent verloren und liegt damit klar unter den gleitenden Durchschnitten von 50 und 100 Tagen. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt ist mit 0,31 Prozent dagegen kaum noch relevant.
Dividende bleibt ein Stützpfeiler
Auch die Ausschüttungspolitik bleibt ein Faktor für den Titel. Für das zweite Quartal 2026 hat der Vorstand eine Dividende von 3,45 Dollar je Aktie beschlossen. Die Zahlung soll Ende Juni erfolgen, Stichtag für den Anspruch ist der Monatsanfang.
Damit baut Lockheed weiter auf die gewohnte Mischung aus Rüstungsnachfrage und Kapitalrückfluss. Der neue Navy-Auftrag stärkt vor allem die Sichtbarkeit im F-35-Programm. Für die nächsten Monate rückt nun die Frage in den Vordergrund, wie stabil Marge und Bewertung bleiben, während der Auftragsbestand hoch bleibt und die Aktie technisch bereits wieder nahe an einer überhitzten Zone notiert.
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