Mit einer neuen Kooperation baut Lonza seine Kapazitäten in der Zell- und Gentherapie weiter aus. Am Freitag gab das Schweizer Unternehmen eine strategische Zusammenarbeit mit dem US-Entwickler Asimov bekannt.

Gegenstand der Partnerschaft ist die Weiterentwicklung von Prozessen zur Herstellung sogenannter lentiviraler Vektoren für In-vivo-Anwendungen. Damit zielt Lonza auf eine zentrale technische Hürde in der modernen Biopharmazie ab, da effiziente Trägersysteme für genetisches Material in der klinischen Praxis stark nachgefragt werden.

Verknüpfung von Gendesign und industrieller Fertigung

Die Kooperation bündelt die technologischen Ansätze beider Häuser. Asimov bringt seine Verfahren im Bereich des Gendesigns und der Zelllinien-Entwicklung ein. Lonza übernimmt auf dieser Basis die Prozessentwicklung, den Ausbau der Produktionsmaßstäbe sowie die regulatorisch konforme GMP-Herstellung.

Durch diese Aufteilung wollen die beiden Partner die Produktion lentiviraler Träger optimieren, um künftige Gentherapien verlässlicher und in größerem Maßstab fertigen zu können.

Parallel dazu treibt der Schweizer Auftragsfertiger auch eigene Verfahrensinnovationen voran. Am 1. Oktober vermeldete das Unternehmen Fortschritte bei einem präklinischen Programm für die aseptische Sprühtrocknung von Biologika.

Nachdem entsprechende Proof-of-Concept-Arbeiten an monoklonalen Antikörpern und Konjugaten abgeschlossen wurden, richtet sich der Schwerpunkt nun auf die Weiterentwicklung der Plattform und die Erprobung mit Kunden. Das Verfahren soll zusätzliche Möglichkeiten bei der Formulierung und Verabreichung empfindlicher biopharmazeutischer Wirkstoffe schaffen.

Blick auf den Kapitalmarkttag in Vacaville

Im Vorfeld anstehender Unternehmenspräsentationen notiert die Lonza-Aktie stabil. Am heutigen Handelstag legt das Papier um 1,2 Prozent zu und steht bei 620,20 Euro. Vom 52-Wochen-Hoch bei 639,60 Euro trennen den Titel damit lediglich rund 3,0 Prozent.

Die nächsten geschäftlichen Richtungsentscheidungen stehen bereits fest im Kalender. Für den 14. Oktober plant Lonza seinen diesjährigen Capital Markets Day am Standort Vacaville. Im Rahmen dieser Veranstaltung will der Konzern auch sein qualitatives Geschäftsupdate für das dritte Quartal 2026 vorlegen.

Investoren dürften das Zusammentreffen nutzen, um den Fortschritt bei den laufenden Technologieinitiativen sowie die strategische Ausrichtung der Fertigungskapazitäten genauer zu bewerten.