Die Aktie hat sich seit Dezember fast verfünffacht. Das Unternehmen selbst kämpft noch mit roten Zahlen. Dieser Widerspruch prägt LPKF Laser & Electronics gerade so stark wie selten zuvor.
Der Schlusskurs am Freitag lag bei 26,20 Euro — ein neues 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 336 Prozent zugelegt. Den Treiber liefert nicht die aktuelle Ergebnislage, sondern eine Technologiewette: LPKFs patentiertes LIDE-Verfahren zur Glasstrukturierung könnte im entstehenden Markt für Advanced Packaging eine Schlüsselrolle spielen.
Nvidia-Effekt als externer Zünder
Der externe Auslöser der Rally ist konkret. Nvidia investiert 500 Millionen Dollar in Corning und will langfristig die Kupferkabel in seinen KI-Systemen durch glasbasierte Co-Packaged Optics ersetzen. LPKF hat mit LIDE eine Technologie, die genau in dieses Szenario passt — Glasstrukturierung, Singulieren glasbasierter Packages, Bonden von Multilayer Glass Stacks.
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Das Verfahren existiert seit 2017 und ist durch ein dichtes Patentportfolio geschützt. Mehrere Halbleiterkunden testen LIDE in Entwicklungsumgebungen. Gespräche über erste Produktionsanlagen laufen. Konkrete Bestellungen fehlen noch.
Umbau läuft, Prognose bleibt eng
Operativ hat LPKF im ersten Quartal 2026 einen sichtbaren Fortschritt erzielt. Die Produktion von Welding-Systemen zog vollständig von Fürth nach Suhl um. Erste dort montierte Anlagen wurden ausgeliefert. Das Transformationsprogramm „North Star“ — gestartet im September 2025 — zeigt erste Kosteneffekte und hat den umsatzseitigen Rückgang teilweise abgefedert.
Ein positives Signal liefert der Auftragseingang: 24,1 Millionen Euro im ersten Quartal, Book-to-Bill-Ratio von 1,4. Im Segment Electronics fragten Kunden vor allem Systeme zum Laserschneiden von Leiterplatten nach.
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Der Umbau kostet. LPKF rechnet für 2026 mit Restrukturierungskosten von rund 3 bis 4 Prozent des Umsatzes. Die Jahresprognose sieht einen Konzernumsatz zwischen 105 und 120 Millionen Euro vor. Die bereinigte EBIT-Marge soll zwischen minus 3,0 und plus 4,5 Prozent liegen. Potenzielle Großaufträge aus dem Advanced-Packaging-Bereich sind darin nicht enthalten — ihr Zeitpunkt hängt von Qualifikationsprozessen bei den Kunden ab.
Solarsegment als Gegengewicht
Das Solarsegment bleibt die operative Hauptlast. Für 2026 erwartet LPKF dort ein schwieriges Jahr. Langfristig setzt das Unternehmen auf den Technologiewechsel zu Perowskit-Zellen — ein Horizont, der noch weit entfernt ist.
Bis 2028 strebt LPKF eine zweistellige EBIT-Marge an. Der syndizierte Kreditvertrag mit den Finanzierungsbanken wurde bis 2028 verlängert, um die Transformation abzusichern. Ob das Margenziel erreichbar ist, entscheidet sich maßgeblich daran, wann aus LIDE-Gesprächen echte Produktionsaufträge werden.
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