Die MW Group hat sich still bei LPKF Laser eingekauft — und das ausgerechnet am Tag des Jahreshochs.
Am 22. Juni 2026 überschritt die MW Group (GP) Ltd. mit Sitz auf den Cayman Islands die Drei-Prozent-Meldeschwelle bei LPKF Laser. Das meldete das Unternehmen am heutigen Montag gemäß WpHG. Der Fonds hält nun 3,14 Prozent der Stimmrechte — davon 3,10 Prozent direkt über Aktien und 0,04 Prozent über Instrumente.
Einstieg zum Höchstkurs
Der Timing-Aspekt ist auffällig. Die MW Group kaufte genau an dem Tag, als die LPKF-Aktie ihr 52-Wochen-Hoch von 30,20 Euro markierte. Seitdem hat das Papier rund 30 Prozent verloren. Aktuell notiert es bei 21,30 Euro — ein Wochenminus von über 25 Prozent.
Trotzdem bleibt das Jahresbild eindrucksvoll. Seit Januar legte die Aktie mehr als 250 Prozent zu. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei 133 Prozent — das Papier ist nichts für schwache Nerven.
LIDE-Technologie als Kurstreiber
Hinter dem Kursanstieg steckt die LIDE-Technologie des Unternehmens. Das Verfahren erlaubt hochpräzise Glasbearbeitung für das Advanced Semiconductor Packaging. Im April 2026 berichtete das Management von konkreten Gesprächen mit mehreren Kunden über erste Produktionssysteme.
Finanzmedien hatten das Ende des zweiten Quartals als möglichen Zeitpunkt für erste Serienaufträge ins Spiel gebracht. Ob diese Erwartung sich erfüllt hat, bleibt offen. Am 23. Juli 2026 veröffentlicht LPKF den Halbjahresbericht — dann gibt es Klarheit.
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