LPKF baut um, schließt Standorte und schreibt rote Zahlen. Der Laserspezialist steckt mitten in der Transformation. Das Programm „North Star“ soll langfristig die Rendite retten. Kurzfristig kostet es viel Geld.
Das Management bündelt die Produktion von Schweiß- und Solarsystemen im thüringischen Suhl. Den Standort Fürth hat der Konzern bereits geschlossen. Das Ziel: Die Profitabilität soll nachhaltig steigen. Bis 2028 peilt LPKF eine zweistellige EBIT-Marge an. Um diesen Weg abzusichern, haben die finanzierenden Banken den Konsortialvertrag entsprechend bis 2028 verlängert.
Die Konsolidierung hat ihren Preis. Im laufenden Jahr rechnet das Unternehmen mit außergewöhnlich hohen Restrukturierungskosten. Sie dürften drei bis vier Prozent des Umsatzes verschlingen. Entsprechend verhalten fällt die Prognose für 2026 aus. LPKF erwartet einen Konzernumsatz zwischen 105 und 120 Millionen Euro. Die bereinigte EBIT-Marge sieht der Vorstand in einer Spanne von minus 3,0 bis plus 4,5 Prozent.
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Solar schwächelt, Elektronik wächst
Ein Blick in die Segmente offenbart eine gespaltene Entwicklung. Das Solargeschäft brach im ersten Quartal ein. Der Umsatz schrumpfte hier auf 1,3 Millionen Euro. Kunden halten sich mit Investitionen zurück. Sie warten auf den Technologiewechsel hin zu sogenannten Perowskit-Zellen.
Im Gegenzug verzeichnet der Laserspezialist mehr Aufträge in den Bereichen Development und Electronics. Hier profitiert LPKF von nachgeholten Investitionen in den USA. Auch die Nachfrage aus dem Rüstungssektor bleibt stark. Kunden ordern vermehrt Systeme zum präzisen Laserschneiden von Leiterplatten.
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Halbleiter als Wette auf die Zukunft
Langfristig ruhen die Hoffnungen auf der Halbleiter-Industrie. LPKF deckt die Prozesskette für Glaskern-Produkte ab. Nun integriert das Unternehmen auch das Vereinzeln von Chips aus größeren Panels. Ein schneller Umsatzbringer ist das allerdings nicht. Das Management erwartet einen echten Produktionshochlauf frühestens ab 2027. Die Hochvolumenphase beginnt voraussichtlich erst 2029. Mögliche Großaufträge sind in der aktuellen Prognose noch nicht enthalten.
Die Aktionäre müssen sich derweil in Geduld üben. Auf der Hauptversammlung am 4. Juni in Hannover steht keine Dividende zur Abstimmung. LPKF trägt den Bilanzgewinn von 7,6 Millionen Euro vollständig vor. Mit einer Volatilität von über 140 Prozent bleibt die Aktie hochspekulativ. Hält die Unterstützung der Banken, hat der Umbau Zeit bis 2028. Bis dahin muss das operative Geschäft in die aktuelle Bewertung hineinwachsen.
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