Lufthansa Aktie: Bugfahrwerk bricht am Gate ein

Boeing 787-9 der Lufthansa erleidet Fahrwerksschaden am Frankfurter Flughafen. Verletzte Crewmitglieder, Ursache noch unklar.

Lufthansa Aktie
Kurz & knapp:
  • Bugfahrwerk einer Boeing 787 bricht ein
  • 13 Crewmitglieder an Bord zum Zeitpunkt
  • Zwei Lufthansa-Mitarbeiter leicht verletzt
  • Ersatzmaschine startet mit halbstündiger Verspätung

Am Donnerstagmittag ereignete sich am Frankfurter Flughafen ein Vorfall, der bei Lufthansa einen Krisenstab auf den Plan rief. An Gate A15 vor Terminal 1 klappte das Bugfahrwerk einer Boeing 787-9 unerwartet ein — der Bug des Flugzeugs kippte nach vorne, das Heck ragte in die Luft, Teile brachen ab.

Kein Wunder, dass Aufnahmen davon schnell die Runde machten. Die Lufthansa stufte ein auf der Plattform X kursierendes Video selbst als authentisch ein.

Glück im Unglück

Die Maschine mit der Flugnummer LH450 war für den Abflug nach Los Angeles um 13:50 Uhr eingeplant. Zum Zeitpunkt des Vorfalls gegen 12:45 Uhr befanden sich noch keine Passagiere an Bord — lediglich 13 Crewmitglieder sowie Beschäftigte von Partnerfirmen, die das Flugzeug vorbereiteten. Hätte sich der Vorfall eine halbe Stunde später ereignet, wären bereits die ersten Fluggäste eingestiegen.

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Zwei Kabinenmitarbeiter von Lufthansa sowie mehrere Beschäftigte externer Dienstleister wurden verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Noch am Abend konnten die Lufthansa-Mitarbeiter das Krankenhaus wieder verlassen. Eine Ersatzmaschine startete mit rund 30 Minuten Verspätung. Auf den Flugbetrieb in Frankfurt hatte der Vorfall laut Fraport keine größeren Auswirkungen.

Was jetzt folgt

Die havarierende Maschine — ein Dreamliner mit dem Namen „Herne“ — wurde nach Freigabe durch die Behörden in eine Technikhalle überführt. Dort laufen weitere Untersuchungen, bevor das Flugzeug repariert werden kann. Die Ursache für das unerwartete Einknicken des Bugfahrwerks ist noch ungeklärt.

Für Lufthansa kommt der Vorfall zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Die Fluggesellschaft baut ihre Dreamliner-Flotte derzeit aktiv aus. Aktuell betreibt sie 17 Maschinen des Typs Boeing 787-9, bis Ende 2027 soll die Zahl auf 29 steigen. Ob der Schaden am betroffenen Flugzeug reparierbar ist oder einen Totalverlust bedeutet, wird die laufende technische Untersuchung zeigen — ebenso, ob strukturelle Fragen zum Fahrwerk weitere Flugzeuge des Typs betreffen könnten.

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