Lufthansa Aktie: Morgan Stanley senkt Ziel auf 6,20 Euro

Lufthansa sieht sich mit gesenkten Analystenprognosen, geopolitischen Krisen und hohen Kosten konfrontiert. Die Aktie verliert an Wert.

Lufthansa Aktie
Kurz & knapp:
  • Morgan Stanley senkt Kursziel auf 6,20 Euro
  • Barclays sieht fairen Wert bei 7,50 Euro
  • Bis zu 40 Flugzeuge drohen Stilllegung
  • Aktienkurs fällt seit Jahresbeginn um 4,7 Prozent

Lufthansa kämpft an mehreren Fronten. Während Analysten ihre Kursziele massiv stutzen, zwingen geopolitische Krisen den Konzern zu operativen Einschnitten. Die Aktie spiegelt diese Verunsicherung wider.

Analysten streichen die Ziele

Morgan Stanley stuft die Papiere nun mit „Underweight“ ein. Das Kursziel sinkt dabei von 7,30 Euro auf 6,20 Euro. Die Analysten revidieren damit ihre Einschätzung innerhalb weniger Wochen bereits zum zweiten Mal.

Barclays schließt sich der Skepsis an. Die Bank sieht den fairen Wert der Aktie lediglich bei 7,50 Euro.

Hohe Kerosinkosten und eine unsichere Nachfrage belasten das Geschäft. Das operative Gewinnziel von 1,9 Milliarden Euro für 2026 erscheint den Experten zu optimistisch. Hinzu kommen Streikfolgen, die im Frühjahr mit rund 160 Millionen Euro zu Buche schlagen könnten.

Flotte und Kurzstrecke unter Druck

Das Management zieht Konsequenzen aus der schwierigen Lage. Wegen des Nahost-Konflikts erwägt die Airline die Stilllegung von bis zu 40 Maschinen. Diese Maßnahme soll die operative Flexibilität erhöhen.

Auf dem Heimatmarkt verliert die Kranich-Airline an Boden. Das Angebot auf Kurzstrecken an deutschen Flughäfen geht spürbar zurück. Ein wesentlicher Grund dafür sind die häufigen Arbeitskämpfe der vergangenen Monate.

International bietet sich ein gemischtes Bild. Während die Lufthansa kämpft, profitieren asiatische Konkurrenten von sinkenden Energiekosten. Der Preis für WTI-Rohöl gab zuletzt um sechs Prozent auf rund 91 US-Dollar nach.

Die Aktie steht am Dienstag bei 8,14 Euro. Seit dem Jahreswechsel verlor der Titel rund 4,7 Prozent an Wert. Parallel dazu meldete BlackRock eine leichte Reduzierung des Stimmrechtsanteils auf nun 4,06 Prozent.

Die strukturellen Probleme am Standort Deutschland bleiben bestehen. Anleger warten nun auf Details zum geplanten Kapazitätsabbau.

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