Lufthansa Aktie: Steuersenkung um 11,40 Euro ab Juli

Bundestag beschließt Senkung der Luftverkehrssteuer für Lufthansa, während hohe Kerosinpreise die Finanzen belasten.

Lufthansa Aktie
Kurz & knapp:
  • Luftverkehrssteuer sinkt ab Juli 2026
  • Kerosinkosten belasten weiterhin massiv
  • Umsatzplus von acht Prozent im Quartal
  • ITA-Übernahme schreitet planmäßig voran

Der Bundestag hat die Senkung der Luftverkehrssteuer beschlossen. Ab Juli 2026 soll die Abgabe pro Flug um bis zu 11,40 Euro sinken – je nach Strecke. Für die Lufthansa wäre das eine spürbare Entlastung. Allerdings sind die Kosten auf der anderen Seite massiv gestiegen.

Die Aktie steht aktuell bei 7,74 Euro. Das sind rund 18 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 9,50 Euro. Seit Januar hat das Papier fast zehn Prozent verloren. Ein Grund: die hohen Kerosinpreise, die durch den Iran-Krieg weiter anziehen.

Steuersenkung im Detail

Konkret sinkt die Abgabe auf Kurzstrecken von 15,53 auf 13,03 Euro. Auf der Mittelstrecke reduziert sich der Satz auf 33,01 Euro, auf der Langstrecke auf 59,43 Euro. Das Parlament erwartet Mindereinnahmen von 185 Millionen Euro für 2026, bis 2030 könnten es 355 Millionen sein.

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Noch fehlt die Zustimmung des Bundesrates. Die ist aber wahrscheinlich, da die Länder ebenfalls entlastet werden wollen. Ob die Airlines die Ersparnis an die Passagiere weitergeben, ist offen. Die Treibstoffkosten sind zuletzt stark gestiegen.

Finanzlage und Kosten

Die Lufthansa hat im ersten Quartal 2026 den Umsatz um acht Prozent auf 8,7 Milliarden Euro gesteigert. Das operative Ergebnis (Adjusted EBIT) verbesserte sich um 110 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dennoch schreibt die Gruppe noch rote Zahlen.

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Die Belastung durch Kerosin betrug allein im ersten Quartal 1,7 Milliarden Euro. Immerhin: rund 80 Prozent des Bedarfs für 2026 hat der Konzern durch Absicherungsgeschäfte abgedeckt. Das dämpft die Schwankungen, hilft aber nicht gegen das hohe Niveau.

Parallel treibt Lufthansa die Übernahme von ITA Airways voran. Der Anteil soll im Juni 2026 von 41 auf 90 Prozent steigen. Der Vollzug ist für Anfang 2027 geplant – vorbehaltlich der Wettbewerbsbehörden.

Der RSI von 69,6 zeigt, dass die Aktie weder überkauft noch überverkauft ist. Mit einer annualisierten Volatilität von knapp 45 Prozent bleibt das Papier allerdings ein Zitterspiel. Der Ausblick des Managements: ein Ergebnis deutlich über Vorjahr. Ob das reicht, hängt nicht zuletzt vom weiteren Ölpreisverlauf ab.

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