Die USA ordnen ihre Lieferketten für kritische Mineralien neu. Mitten in diesem geopolitischen Umbau rückt der australische Produzent Lynas Rare Earths ins Zentrum. Das Pentagon verlagert die Verarbeitung schwerer Seltener Erden nach Malaysia. Für den Konzern bedeutet das einen strategischen Kurswechsel mit finanziellen Folgen.
Pentagon-Deal statt Texas-Fabrik
Das US-Verteidigungsministerium greift auf Lynas zurück, um sich von chinesischen Lieferanten unabhängig zu machen. Beide Seiten haben eine Absichtserklärung über 96 Millionen US-Dollar unterzeichnet. Lynas soll das Pentagon in den kommenden vier Jahren mit leichten und schweren Seltenerdoxiden beliefern.
Ursprünglich planten die Amerikaner eine Verarbeitungsanlage in Texas. Kostenexplosionen und Probleme mit dem Abwasser stoppten das Projekt. Die Folge: Lynas baut nun seine bestehende Anlage im malaysischen Kuantan massiv aus. Das Unternehmen plant die Fertigstellung für das Jahr 2028.
Damit trennt ein Konzern erstmals seit 30 Jahren schwere Seltene Erden im großen Stil außerhalb Chinas. Der Vertrag legt einen Mindestpreis fest. Für das Magnetmaterial NdPr erhalten die Australier künftig mindestens 110 US-Dollar pro Kilogramm.
Rekordumsätze und ein Abschied
Operativ läuft es für den Konzern rund. Im abgelaufenen Quartal verdoppelte sich der Umsatz auf 265 Millionen Australische Dollar. Der Nettogewinn im ersten Geschäftshalbjahr sprang auf 82 Millionen Dollar. Dank einer Kapitalerhöhung liegen die Barreserven bei über einer Milliarde Dollar.
Die Börse honoriert diese Entwicklung. Am Mittwoch kletterte die Aktie um gut sechs Prozent auf 12,03 Euro. Auf Jahressicht steht ein Kursplus von fast 150 Prozent auf der Anzeigetafel. Das Papier notiert nur knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch.
Mitten in dieser Wachstumsphase kündigt das Management einen Wechsel an. Vorstandschefin Amanda Lacaze geht nach zwölf Jahren in den Ruhestand. Sie bleibt bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres im Amt. Der Aufsichtsrat sucht bereits weltweit nach einem Nachfolger.
Strenge Auflagen in Malaysia
Der Zeitdruck für die neue Führung ist hoch. US-Rüstungskonzerne müssen bis 2027 chinesische Materialien aus ihren Lieferketten verbannen. Lynas liefert bereits an japanische Magnethersteller, die wiederum die amerikanische Verteidigungsindustrie versorgen.
Ein Selbstläufer ist die Expansion in Malaysia nicht. Die Regierung hat die Betriebslizenz zwar verlängert, knüpft diese aber an strenge Umweltauflagen. Lynas muss die Ansammlung von radioaktivem Abfall auf dem Gelände innerhalb von fünf Jahren stoppen. Gelingt das nicht, droht dem wichtigsten westlichen Seltenerd-Produzenten ein Produktionsstopp.
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