Lynas Rare Earths hat am 16. März 2026 eine bindende Absichtserklärung mit der US-Regierung unterzeichnet – und damit einen weiteren Baustein in seiner Strategie gesetzt, westliche Lieferketten für seltene Erden unabhängiger von China zu machen. Das US-Verteidigungsministerium stellt rund 96 Millionen US-Dollar bereit, um über vier Jahre hinweg leichte und schwere Seltene-Erden-Oxide direkt zu beziehen.
Direktlieferung statt Fabrikbau
Der neue Rahmenvertrag markiert einen klaren strategischen Kurswechsel. Ursprünglich hatte Lynas geplant, eine Verarbeitungsanlage für schwere Seltene Erden im texanischen Seadrift zu errichten. Dieses Vorhaben wurde nun gemeinsam mit der US-Seite aufgegeben – zugunsten eines direkten Liefermodells, das schneller und mit weniger Baurisiken funktioniert.
CEO Amanda Lacaze betonte, dass der Vertrag dem US-Verteidigungssektor einen verlässlichen Zugang zu beiden Oxidkategorien sichert. Für die Rüstungsindustrie, die auf diese Materialien für Elektronik und Waffensysteme angewiesen ist, schafft das unmittelbare Planungssicherheit.
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Preisboden als Schutzschild
Besonders bemerkenswert ist die vereinbarte Mindestpreisklausel: 110 US-Dollar pro Kilogramm für Neodym-Praseodym-Oxid (NdPr). Genau denselben Preisboden hatte Lynas bereits am 10. März 2026 in einem 12-Jahres-Vertrag mit dem japanischen Partner JARE festgeschrieben – dort verpflichten sich die Japaner zur Abnahme von 5.000 Tonnen NdPr jährlich bis 2038.
Analyst Reg Spencer von Canaccord Genuity wertet diese Doppelstruktur als wirksamen Schutz vor chinesischen Preisdiktaten. Indem Lynas seine zwei größten Abnehmer – USA und Japan – an denselben Mindestpreis bindet, entkoppelt das Unternehmen einen wesentlichen Teil seiner Erlöse von der oft volatilen chinesischen Marktdynamik.
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Produktion zieht an
Die Vertragsabschlüsse fallen in eine Phase wachsender Produktionskapazitäten. Im zweiten Halbjahr 2025 stieg die Gesamtproduktion an Seltene-Erden-Oxiden um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 6.375 Tonnen. Die Separationslinie für schwere Seltene Erden in der malaysischen LAMP-Anlage läuft inzwischen im Dauerbetrieb und produzierte im vierten Quartal 2025 allein 26 Tonnen Dysprosium- und Terbiumoxide.
Parallel dazu kündigte die US-Regierung am 15. März 2026 ein 500-Millionen-Dollar-Programm zur Stärkung heimischer Lieferketten für kritische Mineralien an – ein politisches Umfeld, das Lynas strukturell begünstigt. Mit dem Kalgoorlie-Werk, das 2026 die volle Kapazität erreichen soll, und der laufenden Erweiterung der Mount-Weld-Mine baut das Unternehmen seine vertikale Integration konsequent aus. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 79 Prozent zugelegt und notiert nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 13,15 Euro.
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