Zukauf im US-Bundesstaat Iowa

Marsh McLennan setzt seinen Expansionskurs im US-amerikanischen Markt fort. Wie das Unternehmen mitteilte, hat Marsh die Übernahme von Accel Holdings gestern abgeschlossen. Das unabhängige Versicherungs- und Beratungshaus hat seinen Hauptsitz in Waverly im Bundesstaat Iowa.

Mit dem Vollzug der Transaktion wird Accel Holdings in das Netzwerk von Marsh Agency eingegliedert. Die Konditionen sowie das finanzielle Volumen der Transaktion gaben die beteiligten Parteien nicht bekannt. Der Schritt dient der weiteren regionalen Verstärkung des Beratungs- und Vermittlungsgeschäfts für Firmenkunden.

Vorwürfe um Mitarbeiterprogramm und personelle Weichenstellung

Neben der Akquisition sah sich Marsh McLennan zu Wochenbeginn mit juristischen Anschuldigungen konfrontiert. Am Montag wurde der Entwurf für eine bundesweite Sammelklage gegen den Konzern bekannt. Laut Bloomberg Law werfen die Kläger dem Unternehmen vor, ein freiwilliges Zusatzleistungsprogramm für Beschäftigte mangelhaft verwaltet und unzulässig von Gebühren profitiert zu haben. Die Klageschrift stützt sich auf Vorwürfe, über die bislang keine gerichtliche Feststellung vorliegt.

Auf personeller Ebene stellte der Konzern zum Monatswechsel die Weichen für das Personalressort: Birgit Boykin übernahm zum 1. Oktober das Amt als Chief People Officer für Oliver Wyman und Marsh Management Consulting.

Ausbau der Rückversicherung und Marktumfeld

Strategisch erweitert das Unternehmen zudem seine Dienstleistungen für den institutionellen Kapitalmarkt. Marsh stellte jüngst das Angebot Archer by Marsh vor. Dieser Service unterstützt Lebens- und Rentenversicherer, Vermögensverwalter sowie Kapitalgeber beim Aufbau und laufenden Betrieb von Rückversicherungsgeschäften. Passend dazu wurde auf den Bermudas die Gesellschaft Mangrove ISAC Life Re ins Leben gerufen, um Lösungen für Sidecar- und Affiliate-Rückversicherungen anzubieten.

Wie anspruchsvoll das Marktumfeld für institutionelle Investoren derzeit ausfällt, zeigte der am 21. September vorgestellte Bericht von Marsh. Laut der Financial Times gaben die befragten Vermögenseigentümer mit einem verwalteten Volumen von zusammengenommen 5,76 Billionen US-Dollar an, ihre Portfolios im Lichte geopolitischer Unsicherheiten, veränderter Anlagechancen und der Inflation aktiv umzuschichten.

An den Finanzmärkten schloss die Aktie von Marsh McLennan am Freitag mit einem Minus von 1,2 Prozent bei 151,10 Euro. Der Börsenwert des Unternehmens beläuft sich damit auf 71,32 Milliarden Euro.