Marvell Technology bekommt an der Börse Rückenwind von einer klaren These: Der Konzern spielt bei kundenspezifischen KI-Chips für die Cloud eine immer wichtigere Rolle. Besonders die enge Verbindung zu Amazons AWS-Sparte treibt die Erwartungen. Das zeigt sich auch im Kurs. Die Aktie schloss am Mittwoch bei 160,50 Euro und damit nahe dem 52-Wochen-Hoch.
Wall Street dreht an den Kurszielen
Wells Fargo hob das Kursziel für Marvell kräftig auf 195 Dollar an, nach zuvor 135 Dollar. Die Einstufung bleibt bei „Overweight“. Im Zentrum der Begründung steht der erwartete Hochlauf von AWS Trainium, Amazons eigenem KI-Trainingschip.
Auch Oppenheimer wurde optimistischer und setzte das Ziel auf 200 Dollar, nach zuvor 170 Dollar. Die Banker gehen davon aus, dass Marvell bei kundenspezifischen Siliziumlösungen unterschätzt wird. Der Hintergrund ist klar: Hyperscaler wollen ihre Hardware breiter aufstellen und sich weniger von Standard-GPUs abhängig machen.
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Amazon als zentraler Wachstumstreiber
Für die aktuelle Neubewertung zählt vor allem die Dimension von Amazons KI-Plänen. Berichten zufolge hat das Trainium-Geschäft bereits rund 225 Milliarden Dollar an Umsatzverpflichtungen eingesammelt. Als Designpartner sitzt Marvell damit in einer strategisch günstigen Position.
Hinzu kommt ein zweites Standbein: Marvell liefert auch optische Verbindungen und Hochgeschwindigkeits-Netzwerktechnik. Diese Bausteine sind für große Rechenzentrumscluster wichtig, die KI-Modelle trainieren und betreiben. Genau dort sehen viele Analysten den nächsten Investitionszyklus.
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Hohe Erwartungen, nicht nur Rückenwind
Der Kursanstieg kommt nicht ohne Anspruch. Marvell wird inzwischen mit mehr als dem 30-Fachen des für 2027 erwarteten Gewinns bewertet. Das setzt eine Menge Vertrauen in das künftige Wachstum voraus.
Dazu kommt ein Margen-Thema. Das Geschäft mit kundenspezifischen Chips bringt zwar hohe Aufträge, liegt historisch aber unter der Profitabilität der klassischen Netzwerklösungen. Ob die geplanten Stückzahlen genug operative Hebelwirkung bringen, dürfte eine der zentralen Fragen der nächsten Quartalszahlen sein.
Am Markt richtet sich der Blick bereits auf die Zahlen Ende Mai. Erwartet werden ein Gewinn je Aktie von rund 0,79 Dollar und ein Umsatz von 2,40 Milliarden Dollar. Ebenfalls wichtig: die Entwicklung des Data-Center-Geschäfts, das inzwischen mehr als 70 Prozent des Konzernumsatzes ausmacht, sowie neue Hinweise auf den Ausblick für das Geschäftsjahr 2027.
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