AMD sichert sich Anteile an Marvell Technology. Der Chiphersteller kaufte Aktien im Wert von rund 6,5 Millionen Dollar. Die Summe ist klein, das Signal für die Branche jedoch deutlich.
Optische Vernetzung als Wachstumstreiber
KI-Beschleuniger benötigen enorme Bandbreiten. Herkömmliche elektrische Verbindungen stoßen hier an physikalische Grenzen. Marvell liefert die passenden optischen Lösungen, um diese Engpässe zu umgehen.
Das Geschäft mit Rechenzentren hat sich bereits verdreifacht. Parallel dazu hob das Management seine Prognosen an. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Marvell im Bereich Interconnects nun 50 Prozent Wachstum. Zuvor lag das Ziel bei 30 Prozent.
Analysten heben Kursziele an
Die Börse feiert die Entwicklung. Die Aktie kletterte heute um fast acht Prozent auf 156,16 Euro. Damit erreichte das Papier ein neues Rekordhoch. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs mehr als verdoppelt.
Analysten von RBC Capital und der Bank of America sehen weiteres Potenzial. Beide Häuser hoben ihre Kursziele für die Aktie auf 200 US-Dollar an. Sie begründen dies mit der Schlüsselrolle bei der Vernetzung von KI-Clustern.
Einige Investoren nutzen die Rally für Gewinnmitnahmen. TimesSquare Capital Management reduzierte seine Beteiligung zuletzt um fast 38 Prozent. Außerdem verkauften Insider im vergangenen Quartal Aktien für knapp 30 Millionen Dollar.
Die Marktstimmung bleibt dennoch konstruktiv. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten Experten im Schnitt einen Gewinn von 3,04 Dollar je Aktie.
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