Medienberichten vom Freitag zufolge forciert McDonald’s den Einsatz von künstlicher Intelligenz in seinen Restaurants. Mit der Einführung der Plattform ArchIQ plant der Schnellrestaurantkonzern, Sprachsteuerung an den Autoschaltern zu etablieren, Lagerbestände zu überwachen und die Genauigkeit von Bestellungen zu verbessern.

Die Technologieoffensive ist Teil der langfristigen Konzernstrategie NEXT. Mit der Umstellung will das Unternehmen die Arbeitsabläufe in den Filialen vereinheitlichen und auf operative Herausforderungen im Tagesgeschäft reagieren.

Wachstumsziele und Hilfen für Franchisenehmer

Im Rahmen der strategischen Ausrichtung peilt McDonald’s bis 2030 einen Zuwachs von 1,5 Prozentpunkten beim Marktanteil für Geflügelgerichte und Getränke an. Zugleich soll die führende Marktstellung bei Rindfleischprodukten abgesichert werden. Neben diesen Zielen strebt der Konzern Effizienzsteigerungen im Restaurantbetrieb an.

Um die Umsetzung im Filialnetz voranzutreiben, kündigte das Unternehmen umfangreiche Partnerschaftshilfen für Franchisenehmer an. Über das Programm sollen bis 2036 rund 8,5 Milliarden $ fließen, davon etwa 5 Milliarden $ in den kommenden Jahren.

Zuvor hatte das Management eingeräumt, dass die operative Ausführung in den Restaurants uneinheitlich ausfiel. Zudem rechnet das Unternehmen damit, dass der Gästeandrang vor dem Hintergrund der anhaltenden Teuerung in wichtigen Märkten vorerst gedämpft bleibt.

Zurückhaltende Einstufungen der Analysten

Am Kapitalmarkt sorgte der hohe finanzielle Aufwand für Zurückhaltung. Am Donnerstag senkten mehrere Analysehäuser ihre Kursziele für die Aktie. RBC Capital Markets reduzierte das Ziel von 290 auf 285 $ und begründete dies unter anderem damit, dass die flächenbereinigten Erlöse in den USA schwach bleiben könnten, solange einkommensschwächere Verbraucher nicht wieder verstärkt angesprochen werden. Zudem liege das avisierte Filialwachstum unter den Erwartungen des Marktes.

JPMorgan passte das Ziel für den Titel von 280 auf 260 $ an. Beide Häuser behielten ihre bisherigen Einstufungen bei. Neben den operativen Plänen setzt McDonald’s in den USA ab dem 6. Oktober mit der Neuauflage der Monopoly-Aktion auf zusätzliche Impulse für die Kundenfrequenz.

Dividende erhöht, Aktie unter Druck

Rückhalt gab es von der Ausschüttungsseite: Am 17. September hatte der Konzern eine Anhebung der Quartalsdividende um 4% auf 1,93 $ je Aktie gemeldet und damit das 50. Jahr in Folge mit steigenden Dividendenzahlungen erreicht.

Dennoch bleibt die Stimmung unter den Marktteilnehmern verhalten. Im deutschen Handel schloss die Aktie am Freitag bei 207,60 €. Seit Jahresanfang beläuft sich das Minus auf 21%.