Beim Medizintechnikkonzern Medtronic ist am gestrigen Freitag die Frist für das Umtauschangebot im Rahmen der Abspaltung der Diabetes-Sparte MiniMed ausgelaufen. Das Unternehmen hatte am Mittwoch das endgültige Umtauschverhältnis auf 4,5939 MiniMed-Aktien für jede angediente Medtronic-Aktie festgelegt.
Das Angebot umfasste ein Gesamtvolumen von bis zu 225.361.295 MiniMed-Aktien. An der Börse beendete das Papier von Medtronic die Handelswoche am Freitag mit einem Kursplus von 1,0 Prozent bei 79,00 Euro.
Zuteilung und Portfolioumbau
Mit dem Auslaufen der Umtauschfrist zum Ende des Freitags erreicht die Trennung von der Diabetes-Sparte ihre entscheidende Phase. Aktionäre von Medtronic hatten bis zu diesem Zeitpunkt die Möglichkeit, ihre Anteile in Papiere des abgespaltenen Geschäftsbereichs zu tauschen. Durch das festgelegte Verhältnis steht nun verbindlich fest, wie viele Anteile Investoren für jedes eingereichte Wertpapier erhalten.
Die Transaktion soll dem Konzern ermöglichen, seine Kapitalallokation zu schärfen. Neben der Abspaltung trieb das Unternehmen zuletzt mehrere Entwicklungen in seinen chirurgischen und interventionellen Segmenten voran.
So erteilte die US-Gesundheitsbehörde FDA am Mittwoch eine 510(k)-Zulassung für navigierte ApexCut EM Klingen für Operationen an den Nasennebenhöhlen. Die Instrumente koppeln angetriebene Operationswerkzeuge direkt mit dem hauseigenen Navigationssystem Stealth AXiS ENT.
Fortschritte in Studien und künftige Vergütung
Parallel zu den Schritten im operativen Portfolio präsentierte der Konzern neue klinische Daten. Am 3. Oktober stellte das Unternehmen auf der Fachkonferenz VEINS 2026 Ergebnisse aus dem weltweiten Studienprogramm VenaSeal Spectrum vor, das den Einsatz bei fortgeschrittenen chronischen Venenerkrankungen untersucht.
Zudem gab Medtronic am Dienstag explorative 24-Monats-Daten aus der Studie TITAN 2 für das System Altaviva bekannt. Die Auswertung zeigte eine anhaltende Verringerung von Nykturie-Episoden bei den behandelten Patienten. Für die nach der Zulassung anlaufende Folgestudie ENDURANCE wurde Ariana L. Smith als nationale leitende Prüfärztin benannt.
Für Altaviva sowie für das renale Denervierungssystem Symplicity Spyral zeichnet sich zudem eine veränderte Erstattungssituation im US-Gesundheitswesen ab.
Wie bereits am 1. Oktober mitgeteilt wurde, hat die American Medical Association für beide Therapien Kategorie-I-CPT-Codes genehmigt. Diese Abrechnungsschlüssel treten im Januar 2028 in Kraft und schaffen eine standardisierte Grundlage für künftige Vergütungsverfahren in den Vereinigten Staaten.
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