Medtronic greift zu und schnappt sich CathWorks vollständig. Der Healthcare-Riese kündigte am Dienstag an, seine Option auf den kompletten Erwerb des israelischen Medizintechnik-Unternehmens auszuüben – für bis zu 585 Millionen Dollar plus potenzielle, nicht näher bezifferte Zusatzzahlungen.
Ein Deal mit Vorgeschichte
Die Übernahme kommt nicht aus heiterem Himmel. Bereits 2022 schmiedete Medtronic eine strategische Partnerschaft mit CathWorks, inklusive eines gemeinsamen Vermarktungsabkommens für das FFRangio-System in den USA, Europa und Japan. Nach drei Jahren Zusammenarbeit zieht der Konzern nun die Konsequenzen.
Was macht CathWorks so interessant? Das Unternehmen aus Kfar Saba hat eine Technologie entwickelt, die den Herzkatheterlabor-Alltag aufmischt. Statt invasiver Druckdrähte und medikamentöser Stimulation nutzt das FFRangio-System künstliche Intelligenz und Computermodelle, um direkt aus Standard-Röntgenbildern Durchblutungswerte für das gesamte Herzkranzgefäßsystem zu berechnen.
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Kampfansage an etablierte Methoden
Der traditionelle FFR-Ansatz zur Diagnose von Herzkranzgefäßverengungen gilt zwar als bewährt und klinisch belegt, wird aber oft gemieden – zu umständlich, zu invasiv. Genau diese Lücke will Medtronic mit CathWorks schließen. „Diese Akquisition ermöglicht es uns, das Herzkatheterlabor mit einer Technologie zu transformieren, die Echtzeitdaten liefert“, erklärt Jason Weidman, Senior Vice President der Coronary & Renal Denervation-Sparte.
Die klinischen Daten sprechen für sich: Studien bescheinigen dem System eine hervorragende diagnostische Genauigkeit im Vergleich zur drahtbasierten Messung. Ein Marktforschungsbericht von MarketsandMarkets prognostiziert dem Segment der interventionellen Kardiologie-Geräte ein Wachstum von 31,12 Milliarden Dollar in 2026 auf 42,39 Milliarden Dollar bis 2031 – eine jährliche Wachstumsrate von 6,4 Prozent.
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Wann fällt der Hammer?
Der Deal steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die US-Kartellbehörde FTC. Medtronic peilt einen Abschluss bis Ende des Geschäftsjahres 2026 an. Bis dahin arbeiten beide Unternehmen separat weiter.
Finanziell bleibt die Übernahme überschaubar: Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Medtronic keine spürbaren Auswirkungen auf den Gewinn pro Aktie, danach soll der Deal neutral bis leicht gewinnsteigernd wirken. Die Investmentbank Leerink Partners bekräftigte ihr „Outperform“-Rating mit einem Kursziel von 120 Dollar – rund 16 Prozent über dem aktuellen Handelsniveau von 103,46 Dollar.
Mit einer Marktkapitalisierung von 132,7 Milliarden Dollar und einem Jahresumsatz von 34,76 Milliarden Dollar hat Medtronic das Kleingeld für solche strategischen Zukäufe. Die jüngste Investition in Anteris zeigt: Der Konzern setzt konsequent auf gezielte Akquisitionen in wachstumsstarken Nischen.
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