Die Mercedes-Benz Group hält an ihren Kapitalmaßnahmen fest und zieht eigene Papiere aus dem Markt. Wie der Konzern am Montag mitteilte, erwarb das Unternehmen im Zeitraum bis zum 2. Oktober innerhalb einer Woche 875.000 eigene Aktien. Seit dem Start des Programms Anfang September summiert sich der Bestand damit auf 3.851.805 Anteilsscheine.
Mit diesem Vorgehen signalisiert das Management Vertrauen in die eigene Bilanzkraft, während die Branche vor operativen Herausforderungen steht. Für Anleger bedeuten die kontinuierlichen Käufe eine verlässliche Nachfrage im Handelsverlauf. Das Einziehen von Anteilen verringert die Gesamtzahl der umlaufenden Papiere und kann künftige Kennzahlen je Aktie rechnerisch unterstützen.
Gestern zeigte die Notierung eine Gegenbewegung. Der Kurs legte um 1,3 Prozent zu und schloss bei 39,73 Euro. Tags zuvor, am Donnerstag, war der Titel mit 38,90 Euro auf ein neues 52-Wochen-Tief gefallen.
Zweigeteilte Entwicklung beim Quartalsabsatz
Hintergrund des vorangegangenen Drucks auf das Papier waren vor allem die operativen Auslieferungen im dritten Quartal. Während das Geschäft in Fernost bremste, zeigte sich die Nachfrage nach vollelektrischen Modellen in Europa robust. Neue kompakte Baureihen verzeichneten ein spürbares Kundeninteresse.
Weltweit setzte das Unternehmen im dritten Quartal 491.700 Pkw und Vans ab, was einem Rückgang von 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresabschnitt entspricht. Demgegenüber kletterte der Absatz rein batterieelektrischer Fahrzeuge um 52 Prozent.
In Europa sind die elektrischen Varianten der Baureihen CLA, GLC, GLB und GLA für das verbleibende Jahr ausverkauft. Die Auftragsbücher reichen hier bis weit in das kommende Jahr. Bremsend wirkte dagegen das Umfeld in China. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters belastete die dortige Marktschwäche das Gesamtergebnis des Autobauers spürbar.
Zwischenbericht am 28. Oktober erwartet
Am Donnerstag hielt die Unternehmensführung einen Pre-Close-Call ab, um Investoren und Analysten auf die Quartalsdaten vorzubereiten. Die tatsächliche Standortbestimmung folgt am 28. Oktober 2026. An diesem Tag veröffentlicht die Mercedes-Benz Group ihren Konzern-Zwischenbericht und lädt zur Analystenkonferenz. Dann entscheidet sich, wie stark die Belastungen im asiatischen Raum auf das operative Gesamtergebnis durchschlagen.
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