Mark Zuckerberg treibt Metas Expansion in neue Gefilde voran. Gleich zwei Produktentwicklungen machen heute Schlagzeilen — und zeigen, wohin der Konzern seinen Wachstumskurs lenkt.

Wettmarkt als neues Geschäftsfeld

Zuckerberg hat ein kleines Team damit beauftragt, eine Smartphone-App namens „Arena“ zu entwickeln, die Prognosemärkten wie Polymarket und Kalshi ähneln soll. Nutzer könnten dort auf den Ausgang bestimmter Ereignisse wetten — von Wahlergebnissen bis hin zu Sportturnieren.

Zunächst soll die App auf einem spielähnlichen Punktesystem basieren, ohne echtes Geld. Reale Geldeinsätze schließt Meta für die Zukunft allerdings nicht aus. Arena würde unabhängig von bestehenden Plattformen wie Facebook, Instagram und WhatsApp laufen — ein eigenständiges Produkt, das Metas riesige Nutzerbasis von täglich mehr als 3,56 Milliarden aktiven Nutzern als Wachstumsmotor nutzen soll.

Intern gilt das Projekt als experimentell, gleichzeitig aber als eine der obersten Prioritäten. Der Markt für Prognosewetten hat Potenzial: Analysten schätzen, dass er bis Ende des Jahrzehnts auf jährliche Handelsvolumina von einer Billion Dollar anwachsen könnte. Kein Wunder also, dass die Nachricht Konkurrenten wie Robinhood und DraftKings heute belastet hat.

Neue Brillengeneration ab 299 Dollar

Parallel dazu bringt Meta eine neue Produktlinie seiner KI-Brillen heraus, entwickelt in Zusammenarbeit mit Essilorluxottica. Die Geräte bauen auf der bisherigen Ray-Ban-Meta-Linie auf und kommen in neuen Formen und Farben. Per Knopfdruck lässt sich Meta AI aktivieren; daneben ermöglichen die Brillen Telefonate, Sprachsteuerung und Musikwiedergabe. Sie sind ab 299 Dollar erhältlich und mit Korrektionsgläsern kompatibel.

Das Produkt hat sich als Erfolgsmodell erwiesen. 2025 lieferte Meta 7,3 Millionen Paar Ray-Ban Smartglasses aus — mehr als je zuvor in einem Jahr mit VR-Headsets erreicht wurde. Smartglasses gelten im Konzern als wichtiger Baustein im Wettbewerb mit KI-Schwergewichten wie Anthropic und Alphabet.

Metas Strategie wird damit klarer: Der Konzern erschließt neue Erlösquellen und Produktkategorien, statt sich allein auf Werbeeinnahmen aus bestehenden Netzwerken zu stützen. Ob Arena je den Schritt zu echten Geldeinsätzen wagt, wird davon abhängen, wie die Regulierungsbehörden auf den wachsenden Markt für Prognosewetten reagieren — ein Bereich, der zuletzt wegen mutmaßlichem Insiderhandel unter Beobachtung steht.